de.wedoany.com-Bericht: Die Deutsche Bahn (DB) hat die Modernisierung von 70 Bahnhöfen abgeschlossen, die Teil ihres Programms „Zukunftsbahnhöfe“ sind. Damit hat die DB bereits mehr als die Hälfte ihres Ziels für 2026 erreicht, bis zu dem rund 130 Bahnhöfe nach den neuen Qualitätsstandards umgebaut sein sollen.

Das Programm zielt darauf ab, die Modernisierung von Bahnhöfen durch die Anwendung einheitlicher Standards für Komfort, Barrierefreiheit und Integration in das städtische Umfeld zu koordinieren. Die modernisierten Bahnhöfe verfügen über verbesserte Wartebereiche, besseren Wetterschutz, neue Möbel, moderne Beleuchtung, effizientere Fahrgastinformationssysteme sowie Anschlussmöglichkeiten an andere Verkehrsmittel. Der 70. modernisierte Bahnhof ist der Bahnhof Berlin Olympiastadion, ein wichtiger regionaler Verkehrsknotenpunkt in der deutschen Hauptstadt, der bei großen Sport- und Kulturveranstaltungen stark frequentiert wird. „Ein zukunftsorientierter Bahnhof bedeutet, von Einzellösungen abzurücken und auf standardisierte Bauweise zu setzen, um so mit gleichbleibend hoher Qualität attraktive Bahnhöfe zu schaffen. Dieser neue Ansatz hat sich bewährt“, sagte Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender der DB InfraGO AG.

Die Modernisierung dieses Bahnhofs umfasste die Sanierung des denkmalgeschützten historischen Gebäudes, die Erhaltung der vom Veranstaltungsort inspirierten architektonischen Elemente sowie die Restaurierung der ursprünglichen Beschriftung „Olympiastadion“ auf der in den 1960er Jahren erbauten Fußgängerbrücke. Darüber hinaus wurden moderne Fahrgastinformationsanzeigen, ein neues Bahnhofsleitsystem, energieeffiziente LED-Beleuchtung und neue Möbel in den Wartebereichen installiert. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, die Kapazität zu erhöhen und den Fahrgastfluss bei Großveranstaltungen wie Fußballspielen oder Konzerten zu verbessern. Das Bundesverkehrsministerium stellte 2,2 Millionen Euro für die Modernisierung des Bahnhofs Berlin Olympiastadion bereit. Claudia Elif Stutz, Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium, erklärte: „Am S-Bahnhof Olympiastadion setzt die DB InfraGO die Ziele der ‚Agenda für zufriedene Fahrgäste‘ um: Bahnhöfe müssen attraktiver, effizienter und integriert entwickelt werden, damit jede Reise möglichst angenehm beginnen kann. Dies gilt insbesondere für Sauberkeit, Sicherheit und Barrierefreiheit.“



Die Modernisierung der Bahnhöfe ist Teil der neuen Strategie der DB InfraGO, die Bahnhöfe als vollständige Komplexe betrachtet, einschließlich der Gebäude, der Gleisanlagen und des umliegenden Raums. Zu diesem Zweck arbeitet das Unternehmen enger mit den Kommunen zusammen, unter anderem durch das 2024 gegründete „Kompetenzzentrum Bahnhofsvorplätze und Mobilität“. Diese neue Strategie profitiert von der Novelle der deutschen Gesetzgebung zur Finanzierung der Schieneninfrastruktur. Durch das 2024 novellierte Bundesschienenwegeausbaugesetz (BSWAG) wurden die Bahnhofsgebäude der DB wieder in die öffentliche Förderung aufgenommen. Die deutschen Behörden schätzen, dass die DB InfraGO bis 2035 rund 1000 Bahnhöfe nach dem gleichen Modell modernisieren wird. Zuvor hatte das Unternehmen bereits 2024 die Modernisierung von 113 Bahnhöfen und 2025 von 124 Bahnhöfen abgeschlossen und baut sein Netz zukunftsorientierter Bahnhöfe kontinuierlich aus.










