Bundesministerium für Verkehr startet Förderprogramm für Digitale Automatische Kupplung mit rund 36 Millionen Euro

2026-09-08 16:42
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de.wedoany.com-Bericht: Das Bundesministerium für Verkehr (BMV) treibt die Digitalisierung des Schienengüterverkehrs voran und startet ein neues Förderprogramm für die Digitale Automatische Kupplung (DAK). Mit dem neuen Programm „PioDAK" stellt die Bundesregierung rund 36 Millionen Euro für die Ausrüstung von Pionierzügen, Forschungs- und Entwicklungsprojekte sowie begleitende Untersuchungen bereit. Die Förderung wird durch das Bundesamt für Logistik und Mobilität (BALM) umgesetzt.

Die Digitale Automatische Kupplung gilt als Schlüsseltechnologie für den Schienengüterverkehr der Zukunft. Ihre Kernfunktion besteht darin, den Kupplungsvorgang von Güterwagen zu automatisieren und eine digitale Datenübertragung im gesamten Zugverband zu ermöglichen. Diese Technologie verspricht eine Beschleunigung der Rangierprozesse, eine Erhöhung der Betriebssicherheit sowie eine Reduzierung der schweren körperlichen Belastung bei manuellen Arbeiten und eine Verbesserung der Gesamtbetriebseffizienz.

Mit dieser Förderrunde wird die DAK erstmals unter großflächigen realen Betriebsbedingungen getestet. Der Förderschwerpunkt liegt auf der Ausrüstung und Umrüstung von Pionierzügen, d. h. der Erprobung der neuen Kupplungstechnologie im realen Streckenbetrieb in voller Zuglänge. Darüber hinaus unterstützt das Programm die weitere Forschungs- und Entwicklungsarbeit an der DAK sowie systematische Untersuchungen zu den wirtschaftlichen, technischen und organisatorischen Fragestellungen im Zusammenhang mit ihrer Einführung.

Die gesamte Förderstruktur umfasst drei Handlungsfelder: die Ausrüstung und Erprobung von Pionierzügen mit DAK-Technologie; Forschungs- und Entwicklungsprojekte zur Systemweiterentwicklung; sowie spezielle Untersuchungen zu Nutzen, Risiken, Kosten, Ressourcenbedarf und potenziellen Umsetzungsstrategien. Die im Projektverlauf gesammelten Betriebserfahrungen werden direkt einer möglichen späteren europäischen Ausweitung dienen.

Nach Einschätzung des Bundesministeriums für Verkehr hat die DAK-Technologie inzwischen einen Entwicklungsstand erreicht, der einen großflächigen praktischen Einsatz ermöglicht. Ziel des Förderprogramms ist es, belastbare Daten aus dem regulären Betriebsumfeld zu gewinnen, um darauf aufbauend fundierte Aussagen über die wirtschaftlichen Auswirkungen und die technologische Reife der Technologie treffen zu können und die Grundlage für künftige Entscheidungen über eine europäische Ausweitung zu schaffen.

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