de.wedoany.com-Bericht: Die spanische Stadt Vitoria-Gasteiz hat ein umfassendes Programm gestartet, um die städtische Warenzustellung durch den Bau von Mikro-Hubs, die Einführung von Umweltzonen und die Förderung des DataDUM-Datenprojekts zu optimieren. Ziel ist es, dem wachsenden Lieferverkehr zu begegnen, ohne die Lebensqualität im Stadtzentrum zu beeinträchtigen, und ein effizienteres, nachhaltigeres Stadtlogistikmodell zu verwirklichen.
Ein Kernelement dieser Strategie ist der Mikro-Hub San Martín, der als Sammel- und Umladestation für Waren vor dem Eintritt in die Innenstadt dient. Dieses Modell reduziert die Anzahl der Lieferfahrten in den zentralen Superblocks, fördert den Einsatz nachhaltigerer Verkehrsmittel und ermöglicht eine effizientere letzte Meile. Die Maßnahme ergänzt die ab 2025 geltende Umweltzone (ZBE), die den Zugang bestimmter Fahrzeuge zur Innenstadt reguliert, um Schadstoffemissionen zu reduzieren und die Umweltqualität zu verbessern.
Der dritte Bestandteil des Modells ist das DataDUM-Projekt, das den Datenaustausch zwischen der Stadtverwaltung und Logistikbetreibern nutzt, um die Verwaltung der städtischen Warenzustellung zu verbessern. Das Projekt verfolgt messbare Ziele, wie die Erhöhung der Einhaltungsquote von Be- und Entladevorschriften, die Optimierung der Parkplatznutzung durch Echtzeitinformationen, die Verbesserung der Routenplanung, die Verringerung von Wartezeiten und die Anpassung logistischer Lösungen an die Anforderungen jedes Liefertyps. Das Projekt setzt auf datenbasierte Verwaltung, um die betriebliche Effizienz zu steigern und den öffentlichen Raum besser zu nutzen, ohne zusätzliche Einschränkungen zu schaffen.
Diese Initiativen sind Teil des Mobility Lab Vitoria-Gasteiz. Dieses Innovationslabor dient der Identifizierung, Entwicklung und Erprobung fortschrittlicher Lösungen in den Bereichen urbane Mobilität und Logistik. Derzeit sind 28 Einrichtungen, darunter öffentliche Verwaltungen, Unternehmen, Logistikbetreiber, Universitäten und Technologiezentren, dem Datenraum des Labors beigetreten und arbeiten gemeinsam an Pilotprojekten zu Elektromobilität, Logistik der letzten Meile, Umweltzonen, nachhaltigem öffentlichem Nahverkehr und Radverkehr. Das industrielle und technologische Ökosystem der Provinz Álava ist eine der Hauptstärken dieser Initiative. Unternehmen wie Mercedes-Benz, Michelin, Talgo und BH sowie Forschungseinrichtungen wie CIC energiGUNE, Basquevolt und die Universidad del País Vasco, kombiniert mit Logistik-Infrastrukturen wie Arasur, dem Centro de Transportes de Vitoria, dem Flughafen Foronda und dem intermodalen Terminal Jundiz, machen die Region zu einem idealen Umfeld für die Erprobung neuer Mobilitäts- und Stadtlogistikmodelle. Darüber hinaus wird die Rolle der Stadt als Testfeld für europäische Projekte im Bereich der Stadtlogistik durch die strategische Lage Álava im Korridor des transeuropäischen Verkehrsnetzes (TEN-T) sowie durch Vitoria-Gasteiz' Weg als Europäische Grüne Hauptstadt (European Green Capital), Globale Grüne Stadt (Global Green City) und Mitglied der EU-Mission „100 klimaneutrale und intelligente Städte" (100 Climate Neutral and Smart Cities) weiter gestärkt.










