Hafen Maputo führt erstes Hafen-Community-System in Mosambik ein
2026-07-22 15:18
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de.wedoany.com-Bericht: Der Hafen Maputo (Port of Maputo) hat das erste Hafen-Community-System (PCS) Mosambiks eingeführt, um seine Position als Logistikdrehkreuz im südlichen Afrika zu festigen. Die digitale Plattform wurde von der Maputo Port Development Company (MPDC) in Auftrag gegeben, die das indische Unternehmen Kale Logistics Solutions als Technologiepartner für den Bau benannte. Sie ist Teil der digitalen Transformationsstrategie der mosambikanischen Regierung zur Erleichterung von Transport und Handel.

Das System zielt darauf ab, jeden Akteur in der Hafen- und Logistikkette über ein einziges integriertes Informationsnetzwerk zu verbinden. Die Plattform soll Reedereien, Terminalbetreiber, Zollbehörden, Spediteure, Transportunternehmen, Eisenbahnbetreiber, Banken, Importeure und Exporteure in einer gemeinsamen digitalen Umgebung zusammenführen. In dieser Umgebung müssen Informationen nur einmal eingegeben werden und können dann sicher zwischen allen autorisierten Nutzern geteilt werden.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Hafenbetriebssystemen fungiert das Hafen-Community-System als digitales Rückgrat der gesamten Hafen-Community. Es unterstützt den elektronischen Dokumentenaustausch, die Echtzeit-Transparenz von Fracht, automatisierte Genehmigungen und die koordinierte Planung entlang der Lieferkette, um Papierarbeit, Doppelarbeit und unnötige Verzögerungen zu reduzieren.

Der mosambikanische Minister für Verkehr und Logistik, João Matlombe, erklärte, dass das Projekt darauf abziele, Wettbewerbsfähigkeit und Transparenz zu steigern. Er bezeichnete die digitale Transformation als Voraussetzung für Wettbewerbsfähigkeit und das Hafen-Community-System als strategischen Schritt hin zu einem integrierteren, effizienteren und transparenteren Logistik-Ökosystem.

Die Plattform wird das Schiffsmanagement, Im- und Exportprozesse, Transshipment-Fracht, Lkw- und Bahntransporte, Zollverfahren, Lagerbetrieb und Leistungsüberwachung abdecken. Sie wird auch mit dem Single Window der Zollbehörde, Terminalbetriebssystemen, Schiffsverkehrsmanagementsystemen und Bankplattformen integriert, um eine nahtlose digitale Betriebsumgebung zu schaffen.

Für südafrikanische Exporteure und Importeure ist der Hafen Maputo ein wichtiger Ausfuhrkorridor für Güter aus den Provinzen Gauteng, Mpumalanga und Limpopo über den Maputo-Korridor. Schnellere Dokumentenverarbeitung, verbesserte Frachttransparenz und eine engere Koordination zwischen Straßen-, Schienen- und Hafenbetrieben sollen die Wartezeiten für Lkw verkürzen, die Verweildauer von Fracht reduzieren und die Zuverlässigkeit der Lieferkette erhöhen.

Die digitale Strategie Maputos steht im Gegensatz zu den derzeitigen Hafensystemen Südafrikas. Transnet betreibt Plattformen wie das Navis-Terminalbetriebssystem und das Integrated Port Management System (IPMS), jedoch noch nicht als umfassendes Hafen-Community-System. In einem 2022 im Journal of Shipping and Trade veröffentlichten Artikel wiesen Sphiwe Eugene Mthembu (damals bei Transnet National Ports Authority und der University of KwaZulu-Natal) und Professor Mihalis Georgiou Chasomeris (University of KwaZulu-Natal) darauf hin, dass südafrikanische Hafennutzer auf fragmentierten Plattformen arbeiten, denen Integration und Zusammenarbeit fehlen. Die Autoren empfahlen die Einführung eines nationalen Hafen-Community-Systems zur Steigerung von Effizienz und internationaler Wettbewerbsfähigkeit.

Transnet hat seitdem die Bedeutung der digitalen Entwicklung anerkannt und Pläne zur Entwicklung eines eigenen Hafen-Community-Systems als Teil eines breiteren Programms angekündigt, das auch das Maritime Single Window umfasst. Das geplante Hafen-Community-System soll die unternehmensübergreifende Zusammenarbeit in der Logistikkette fördern, während das Maritime Single Window die regulatorische Berichterstattung zwischen Branchenakteuren und Regierungsbehörden vereinfachen soll.

Die jüngste Initiative Maputos zeigt, dass die digitale Zusammenarbeit zu einem wichtigen Bestandteil des modernen Hafenmanagements wird, parallel zu Investitionen in neue Liegeplätze, Kräne, Schienen-infrastruktur und Frachtterminals. Da der Wettbewerb zwischen den Häfen im südlichen Afrika um regionale Frachtströme zunimmt, könnte die Fähigkeit, Informationen schnell und genau zu bewegen, ebenso wichtig werden wie die Fähigkeit, Schiffe und Container zu bewegen. Die Entscheidung Maputos, in ein Hafen-Community-System zu investieren, markiert eine neue Phase der digitalen Transformation afrikanischer Häfen, der andere Häfen in der Region folgen könnten.

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