de.wedoany.com-Bericht: Mercedes-Benz Trucks Portugal und das Transportunternehmen TJA – Transportes J. Amaral S.A. haben den bisher „größten" Kauf von 44-Tonnen-Schwerlast-Elektro-Lkw in Portugal bekannt gegeben.

TJA erklärte in einer Stellungnahme, dass das Unternehmen nach der Übernahme dieser Fahrzeuge das größte Unternehmen in Portugal mit einer zu 100 % elektrischen Schwerlastflotte sei. Diese Fahrzeuge sind Teil des schrittweisen Aufbaus, der begann, als das Unternehmen 2022 den ersten elektrischen Schwerlast-Lkw in Portugal einführte (ursprünglich für die 26-Tonnen-Stadtverteilung).
Mercedes-Benz Trucks sieht in dieser über Sociedade Comercial C. Santos vermittelten Bestellung ein starkes Signal für das Engagement Portugals zur Dekarbonisierung des Straßengüterverkehrs. Das Unternehmen erklärte in einer Stellungnahme, dass diese Partnerschaft die technologische Führungsposition der Marke und ihre Fähigkeit widerspiegele, innovative Lösungen zu entwickeln, die die betrieblichen Anforderungen von Transportunternehmen erfüllen und zur Beschleunigung der Dekarbonisierung der Branche beitragen.
Bei dem betreffenden Modell handelt es sich um den Mercedes-Benz eActros 600, der laut Hersteller das höchste Niveau schwerer Elektro-Lkw repräsentiert und eine beispiellose Kombination aus Reichweite, Leistung und Energieeffizienz bietet, die einen neuen Maßstab für die Elektromobilität im Straßengüterverkehr setzt. Das Fahrzeug ist mit drei LFP-Batteriepaketen mit einer Gesamtinstallationskapazität von 621 kWh ausgestattet, hat eine maximale Leistung von 600 kW (über 800 PS) und ist für den Fernverkehr unter realen Einsatzbedingungen geeignet.
TJA hat außerdem Schulungsmaßnahmen für das Betriebsteam bereitgestellt, um die effiziente Nutzung der Elektrotechnologie zu fördern und das Potenzial der neuen Lkw ab dem ersten Betriebstag zu maximieren. Rui Belmonte, Schulungsleiter des Logistikbetreibers, erklärte, dass die Partnerschaft für Elektromobilität für die Nachhaltigkeit von TJA von entscheidender Bedeutung sei, die Schulung der Fahrer jedoch unerlässlich sei. In Kombination mit einer strengen Routenplanung könne sichergestellt werden, dass der Betrieb die Erwartungen übertreffe.
TJA wies darauf hin, dass die Entscheidung, mit verschiedenen Herstellern zusammenzuarbeiten, kein Zufall sei. Jedes Fahrzeug werde auf der Grundlage von Testergebnissen unter realen Betriebsbedingungen ausgewählt, die Reichweitenunterschiede zwischen den verschiedenen Modellen bestätigten. Diese Unterschiede ermöglichten es, jedes Fahrzeug an die Route und den Diensttyp anzupassen, den es ausführen solle. Das Unternehmen betonte, dass diese Auswahl eine ehrliche Interpretation des Marktes widerspiegele.
TJA erinnerte daran, dass die Gesamtbetriebskosten eines schweren Elektro-Lkw von drei Faktoren abhängen, die zusammenwirken müssen: den Anschaffungskosten des Fahrzeugs, der verfügbaren Lade-infrastruktur und der Konsistenz der Energietarife. Wenn einer dieser Faktoren unzureichend sei, werde der wirtschaftliche Unterschied zu Dieselfahrzeugen beeinträchtigt. Daher sei die Elektrifizierung der schweren Flotte von TJA unter den aktuellen Marktbedingungen weder ein vollständiger Ersatz noch könne sie es sein; es handele sich um eine schrittweise Investition, die auf einer eigenen Ladeinfrastruktur und einer strengen Machbarkeitsanalyse für jeden Diensttyp basiere. Das Unternehmen argumentierte, dass die Bereitstellung von Kaufprämien für schwere Elektro-Lkw, ähnlich wie bei leichten Fahrzeugen, diese Situation ändern und den Wandel in der Branche erheblich beschleunigen könne.










