Französisches Unternehmen Michelin ResiCare und Axens verhandeln über Zusammenarbeit zur Industrialisierung von 5-HMF, Produktion von 3.000 Tonnen ab 2027 geplant
2026-07-24 10:23
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de.wedoany.com-Bericht: Michelin ResiCare und Axens haben exklusive Verhandlungen aufgenommen, um eine strategische Partnerschaft zu bilden, die die Industrialisierung und Kommerzialisierung der Produktionstechnologie für den biobasierten chemischen Grundstoff 5-Hydroxymethylfurfural (5-HMF) vorantreiben soll. 5-HMF ist ein biobasierter Baustein für die grüne chemische Industrie.

Beide Unternehmen erklärten, dass die Zusammenarbeit darauf abzielt, den Industrialisierungsprozess dieser Technologie zu beschleunigen und die Chemie- und Materialindustrie bei der Bewältigung der Dekarbonisierungsherausforderungen zu unterstützen. 5-HMF kann zur Herstellung biobasierter Materialien wie Harze und Polymere verwendet werden und teilweise erdölbasierte Rohstoffe ersetzen. Darüber hinaus kann es zur Entwicklung von Klebstoffen, Harzen und biobasierten Polymeren eingesetzt werden.

Polyethylenfuranoat (PEF) ist ein potenzielles Anwendungsgebiet für 5-HMF. Als biobasierter Kunststoff wird PEF als Alternative zu Polyethylenterephthalat (PET) für Anwendungen in Verpackungen, Flaschen und Textilfasern entwickelt. Neben Polymeren hat 5-HMF auch Anwendungspotenzial in Lösungsmitteln, Zwischenprodukten und Spezialchemikalien.

Da es mit bestehenden industriellen Prozessen kompatibel ist, kann 5-HMF einige fossile Verbindungen, einschließlich Formaldehyd, ersetzen. Sein Rohstoff stammt aus pflanzlichen Substanzen und ist eine erneuerbare Alternative.

Die Technologie wurde in einem gemeinsamen Forschungs- und Entwicklungsprojekt von Michelin ResiCare und IFP Energies Nouvelles (IFPEN) entwickelt und von der französischen ADEME sowie dem Circular Bio-based Europe Joint Undertaking (CBE JU) unterstützt. Michelin ResiCare plant, die erste kommerzielle Produktionsanlage in Péage-de-Roussillon, Frankreich, zu betreiben. Die Anlage soll eine Jahreskapazität von etwa 3.000 metrischen Tonnen haben und voraussichtlich Anfang 2027 in Betrieb gehen.

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