Apulien investiert 20 Millionen Euro in grüne Wasserstoffprojekte
2026-07-24 11:12
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de.wedoany.com-Bericht: Laut einem Bericht von Wedoany hat die italienische Region Apulien kürzlich zwei Ausschreibungen für grüne Wasserstoffprojekte veröffentlicht, jeweils mit einem Budget von 10 Millionen Euro, um die lokale Wertschöpfungskette für grünen Wasserstoff zu fördern. Die beiden Programme heißen „Apulien-Leuchtturmprojekt“ und „Hydrogen Valley Joint Fund Project“. Der Regionalrat hat die begleitenden Antragsrichtlinien genehmigt und die Bewertungskriterien sowie die Regeln für die Mittelvergabe festgelegt.

Der Regionalbeauftragte für Wirtschaftsentwicklung und Beschäftigung, Eugenio Di Sciascio, erklärte, dass die ökologische Transformation von entscheidender Bedeutung sei. Die beiden Förderprogramme könnten die nachhaltige Entwicklung der Region wirksam vorantreiben und die Umstellung der lokalen traditionellen Industriemodelle auf kohlenstoffarme Technologien fördern. Grüner Wasserstoff könne fossile Energieträger ersetzen, insbesondere in energieintensiven Branchen wie der Stahl- und Chemieindustrie. Die Maßnahmen würden nicht nur die CO₂-Emissionen reduzieren, sondern auch technologische Innovationen anregen und einen Mehrwert für die regionale Wirtschaft schaffen. Die Projekte sollen eine vollständige Wasserstoff-Wertschöpfungskette aufbauen, einschließlich der Installation und Wartung von Wasserstoffanlagen, und gleichzeitig neue Arbeitsplätze schaffen.

Das „Apulien-Leuchtturmprojekt“ wird in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Umwelt und Energiesicherheit durchgeführt und zielt darauf ab, ein lokales Ökosystem für erneuerbaren grünen Wasserstoff aufzubauen. Antragsberechtigt sind öffentliche und private Forschungseinrichtungen, Regierungsbehörden sowie Unternehmenskonsortien. Förderfähige Projekte umfassen industrielle Forschung und experimentelle Entwicklung zur Emissionsreduzierung mithilfe von Wasserstofftechnologien, einschließlich Prototypenentwicklung und kohlenstoffarmer Umstellung bestehender Anlagen. Das Programm sieht auch die Schaffung eines „Hydrogen Valley“ vor: die Umnutzung von Industriebrachen, den Bau von Wasserstoffproduktionsanlagen, die mit erneuerbaren Energien betrieben werden, sowie die Errichtung von Tankstellen für Busse und Schwerlastfahrzeuge. Ergänzt wird das Programm durch eine „Fachkräfte-Initiative“, um qualifizierte Fachkräfte anzuziehen und die lokale Ausbildung im Bereich grüner Wasserstoff zu verbessern.

Das parallel gestartete „Hydrogen Valley Joint Fund Project“ verfügt ebenfalls über ein Budget von 10 Millionen Euro und konzentriert sich auf Tarent. Ziel ist es, die lokale Wertschöpfungskette für Wasserstoffausrüstung zu stärken und die Abhängigkeit der Region von fossilen Brennstoffen zu verringern. Die Förderung kann bis zu 95 % der förderfähigen Kosten decken und soll öffentlich-private Partnerschaften für die Umstellung auf erneuerbare Energien vorantreiben. Die beiden Förderprogramme spiegeln Apuliens Strategie wider, Wasserstoff als Grundpfeiler für eine neue regionale Wirtschaftsstruktur zu nutzen.

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