de.wedoany.com-Bericht: Die mexikanische Behörde für Eisenbahn und integrierten öffentlichen Nahverkehr (ATTRAPI) hat die internationale öffentliche Ausschreibung für das Design und den Bau (DB) des Personenverkehrsabschnitts Querétaro–San Miguel de Allende gestartet. Die Einreichung der Angebote und die Eröffnung finden am 24. August statt. Als Nächstes wird die Ausschreibung für den Abschnitt San Luis Potosí–Saltillo eingeleitet. Diese Ausschreibungsrunde umfasst mehrere Bereiche wie Ingenieurleistungen, Bauarbeiten und Bahnhofsbau und wird eine breite Beteiligung nationaler und internationaler Auftragnehmer im Wettbewerb anziehen.

Der Abschnitt Querétaro–San Miguel de Allende ist das erste Unterlos des Teilstücks „Querétaro–San Luis Potosí" im Personenverkehrskorridor Querétaro–Saltillo und hat eine Gesamtlänge von 68 km. Die Bauleistungen umfassen die Planung und den Bau von Viadukten, Bahnhöfen, Tunneln, Eisenbahnbrücken, Über- und Unterführungen sowie Fußgängerbrücken. Die Ausschreibung erfolgt nach internationalen öffentlichen Verfahren, die sowohl mexikanischen als auch ausländischen Unternehmen die Teilnahme ermöglicht. Auch eine Beteiligung in Form von Konsortien ist zulässig, wobei der Umfang der Nachunternehmervergabe teilweise eingeschränkt ist.
Das Projekt wird nach dem Modell eines Festpreis-öffentlichen Bauvertrags vergeben. Der Zuschlag erfolgt auf Basis einer kombinierten Bewertungsmethode aus Punktevergabe und prozentualer Bewertung. Die geplante Bauzeit beträgt 851 Kalendertage, der Baubeginn ist für den 24. September 2026 vorgesehen. Der Vertrag ist ein mehrjähriges Projekt, das vier Haushaltsjahre umfasst. Der erfolgreiche Bieter erhält jährlich eine Anzahlung von 30 %, für die eine Sicherheit in Höhe des Anzahlungsbetrags zu stellen ist. Darüber hinaus muss der Auftragnehmer eine Vertragserfüllungsbürgschaft in Höhe von 20 % des Auftragswerts sowie eine Haftpflichtversicherung in Höhe von 10 % der Auftragssumme vorlegen.

Laut dem von ATTRAPI veröffentlichten Entwicklungsplan plant Mexiko, während der Amtszeit der derzeitigen Regierung über 3.000 km neue Personenverkehrsstrecken zu bauen und 38 integrierte Verkehrsbahnhöfe zu errichten, die an das städtische Nahverkehrssystem angebunden sind. Der gesamte Bau der Personenverkehrsstrecken wird in mehreren Phasen vorangetrieben.
Rückblickend auf die erste Phase: Die Abschnitte Mexiko-Stadt–Internationaler Flughafen Felipe Ángeles (AIFA), AIFA–Pachuca sowie Mexiko-Stadt–Querétaro sind bereits im Bau und werden von der Militärgruppe Felipe Ángeles errichtet. Die Abschnitte Querétaro–Irapuato und Saltillo–Nuevo Laredo werden von ATTRAPI ausgeschrieben und umgesetzt.
Der Abschnitt Saltillo–Nuevo Laredo ist derzeit der längste im Bau befindliche Streckenabschnitt mit einer Länge von 396,34 km. Die Bauaufträge werden hauptsächlich von Unternehmen und Konsortien aus Mexiko und Spanien ausgeführt. Das von Hitachi Rail geführte Konsortium ist für die Lieferung des Eisenbahnsignalsystems verantwortlich.
Der Abschnitt Querétaro–Irapuato hat eine Länge von 108,2 km. Zu den Bauunternehmern gehören das Konsortium aus China Civil Engineering Construction Corporation (CCECC) und Aldesa, das von Mota-Engil geführte Konsortium unter Beteiligung von China Communications Construction Company (CCCC) sowie das von Comsa geführte Konsortium aus Spanien. Das von Siemens Mobility geführte Konsortium ist für die Lieferung des Eisenbahnsignalsystems verantwortlich.
Die zweite Phase konzentriert sich hauptsächlich auf die Strecken in der Mitte und im Norden, wie Querétaro–San Luis Potosí und San Luis Potosí–Saltillo. Die Ausschreibungsbekanntmachungen werden in mehreren Tranchen vor September dieses Jahres veröffentlicht. In der dritten Phase ist der Bau des rund 1.100 km langen Pazifik-Eisenbahnkorridors geplant, der die Abschnitte Guadalajara–Tepic, Mazatlán–Los Mochis, Los Mochis–Guaymas und Guaymas–Hermosillo umfasst. Die vierte Phase sieht den Bau der Abschnitte Tepic–Mazatlán und Hermosillo–Nogales vor.










