Kymeta Kestrel u5 Satellitenterminal erhält vollständige Zertifizierung für den europäischen Schienenverkehr

2026-09-18 09:58
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de.wedoany.com-Bericht: Am 17. September gab der US-amerikanische Hersteller von Flachantennen-Satellitenterminals Kymeta bekannt, dass das Kestrel u5 Satellitenkommunikationsterminal die vollständige Eisenbahnzertifizierung von TÜV Rheinland erhalten hat und die Branchenstandards EN 50155, EN 45545-2 und EN 50121 erfüllt. Nach Abschluss der Zertifizierung verfügt das Terminal über die regulatorische Grundlage für den Einsatz bei europäischen Bahnbetreibern, Systemintegratoren und Zugherstellern; derzeit befindet es sich noch in der Phase der kommerziellen Vermarktung und erweiterten Tests, und es wurde noch kein Vertrag über eine großflächige Fahrzeugausstattung angekündigt.

Das Kestrel u5 verwendet eine Flachantennen-Satellitenarchitektur ohne mechanisch bewegte Teile, das Gehäuse ist etwa 60 cm breit und etwa 8 cm dick, die Nennleistungsaufnahme liegt unter 100 W, und es verfügt über Umweltschutzfähigkeiten der Schutzarten IP69K und IP68. Das Terminal verwendet ein passives Kühldesign und kann auf dem Dach von Zügen montiert werden, um die Satellitenkommunikationsverbindung unter Vibrationen, Regen, Schnee und Hochgeschwindigkeitsbetrieb aufrechtzuerhalten.

Das Terminal unterstützt Vollduplex-Kommunikation und kann Verbindungen über das Eutelsat-OneWeb-LEO-Satellitennetzwerk bereitstellen; optional ist zudem eine Umschaltfähigkeit zwischen LEO- und GEO-Umlaufbahnen erhältlich. Im Eisenbahnbetrieb positioniert Kymeta es für Szenarien wie Passagier-Breitband, betriebliche Kommunikation, CCTV-Rückübertragung und sicherheitsrelevante Zugkommunikation, und es kann eine Backup-Verbindung zwischen Satellitenverbindung und bestehendem Mobilfunknetz bilden.

Das Kestrel u5 wurde im März dieses Jahres offiziell vorgestellt, damals befand sich die Eisenbahnversion noch in der gemeinsamen Entwicklung mit Eutelsat und in der Kundentestphase. Die TÜV-Zertifizierung führt den Produktstatus von der Vorzertifizierung und Testphase für den Schienenverkehr zur vollständigen Zertifizierung nach Eisenbahnstandards, was jedoch nicht gleichbedeutend damit ist, dass es bereits im gesamten europäischen Schienennetz kommerziell betrieben wird.

Kymeta plant, in den nächsten 60 Tagen weiterhin Verbindungstests mit mehreren großen europäischen Bahnbetreibern durchzuführen; die Tests umfassen unter anderem die Validierung des Hochgeschwindigkeitsbetriebs bei bis zu 360 km/h. Nach Abschluss der weiteren Tests soll das Produkt die großflächige Markteinführung in Europa weiter vorantreiben.

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