de.wedoany.com-Bericht: Die brasilianische Embraer und die südkoreanische Korea Aerospace Industries (KAI) haben eine Absichtserklärung (MoU) unterzeichnet, um Kooperationsmöglichkeiten im Bereich der Luftfahrtstrukturen zu erkunden.

KAI erklärte, dass diese MoU die beiden Unternehmen dazu veranlassen werde, auf der Grundlage ihrer jeweiligen technologischen Fähigkeiten und Fachkenntnisse synergiefähige Bereiche zu identifizieren und sich auf gemeinsame Forschung und Entwicklung sowie Zusammenarbeit in den Bereichen Design, Engineering, Fertigung und Qualitätskontrolle zu konzentrieren. KAI-Präsident Kim Jong-chul erklärte, die MoU mit Embraer sei ein wichtiger Schritt zur Erweiterung der internationalen Kooperationsbeziehungen von KAI mit führenden globalen Luft- und Raumfahrtunternehmen; auf der Grundlage des gemeinsamen Interesses an Flugzeugstrukturen und zukünftigen Luft- und Raumfahrttechnologien werde man die Möglichkeiten einer künftigen Zusammenarbeit erkunden.
KAI ist bereits Teil der Lieferkette von Embraer und produziert untere Flügelhautpaneele und Flügelstrukturen für die E-Jet-E2-Familie sowie Paneele für den taktischen Transporter KC-390.
Ein möglicher Faktor, der eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen Embraer und KAI sowie der breiteren südkoreanischen Industrie vorantreibt, ist die Entscheidung Seouls aus dem Jahr 2023, drei C-390-Transporter zu beschaffen; das erste Flugzeug dieser Bestellung absolvierte im März seinen Erstflug.
Im Oktober 2025 erzielten die südkoreanische Defense Acquisition Program Administration und Embraer eine Vereinbarung, auf der Grundlage der C-390-Bestellung weitere Möglichkeiten zu erkunden und in den südkoreanischen Verteidigungsmarkt einzusteigen. Südkorea strebt zudem die Beschaffung von sechs zusätzlichen Seeaufklärungsflugzeugen (MPA) an. Auf der ADEX-Luftfahrtschau in Seoul im Oktober 2025 präsentierte Embraer ein MPA-Konzeptmodell auf Basis des Regionaljets E190 E2 sowie die Möglichkeit einer MPA-Variante der C-390.










