Indische Importmanganerzpreise fallen – Australisches Erz bei 5,24 USD/dmtu
2026-08-03 12:00
Merken

de.wedoany.com-Bericht: Derzeit stehen die Preise für importiertes Manganerz in Indien weiterhin unter Druck, da die schwache Nachfrage aus der nachgelagerten Industrie und ein Überangebot an Seefracht parallel bestehen. Inländische Schmelzhütten in Indien beschränken ihre Einkäufe vor dem Hintergrund der schwachen Stahlnachfrage und geringer Legierungsmargen weiterhin auf den unmittelbaren Bedarf; der größere Preisdruck kommt jedoch von der Angebotsseite: Die gestiegene Produktion der weltweit führenden Hersteller führt zu höheren Lagerbeständen in den Exporthäfen, wodurch die Verhandlungsmacht der Verkäufer bei der Preisgestaltung abnimmt.

Bei den Sortenpreisen notiert australisches Hochqualitätserz (Mn 46 %) bei 5,24 USD/dmtu (CNF Haldia/Vizag), ein Rückgang um 0,04 USD/dmtu gegenüber dem Vormonat; gabunesisches Hochqualitätserz (Mn 44 %) notiert bei 5,00 USD/dmtu, ein Rückgang um 0,09 USD/dmtu; südafrikanisches Stückerz (Mn 37 %) notiert bei 4,43 USD/dmtu, ein Rückgang um 0,07 USD/dmtu. Die Preisbasis aller drei Sorten ist CNF Haldia/Vizag.

Beim Angebot steigerte South32 die Manganerzproduktion im Geschäftsjahr 2026 (Juli 2025 bis Juni 2026) auf 5,116 Millionen Tonnen, hauptsächlich dank der Wiederaufnahme des Australien-Geschäfts – nach der Produktionsunterbrechung im Vorjahr verdreifachte sich die Produktion dort nahezu auf 3,031 Millionen Tonnen. Das Unternehmen verkaufte außerdem 3,59 Millionen Tonnen aus dem Australien-Geschäft, um die Lagerbestände weiter abzubauen. Jupiter Mines steigerte die Manganerzproduktion im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026 um 14 % gegenüber dem Vorquartal auf 966.000 Tonnen, hauptsächlich aufgrund des höheren Abbaugrades und vermehrter Abbauarbeiten an Sicherheitspfeilern; die Produktion von Hochqualitätserz stieg um 16 % gegenüber dem Vorquartal, während die Produktionskosten stabil bei 2,48 USD/dmtu (FOB) blieben. Die Produktionssteigerungen der beiden Bergbauunternehmen dürften voraussichtlich für ein reichliches Angebot an Seefracht-Manganerz sorgen und angesichts der schwachen Nachfrage Druck auf die Preise ausüben.

Der führende gabunesische Manganerzlieferant Eramet Comilog senkte sein Angebot für September 2026 um 0,20 USD/dmtu gegenüber dem Vormonat: Mn44,5 % Stückerz notiert bei 4,90 USD/dmtu (CIF China), Mn43 % Feinerz bei 4,70 USD/dmtu. Hintergrund der Preissenkung ist, dass chinesische Manganlegierungshersteller angesichts schwacher Stahlnachfrage und niedriger Legierungspreise nur bedarfsgerecht einkaufen und eine vorsichtige Einkaufshaltung an den Tag legen; das reichliche Angebot an Seefracht-Manganerz verschärft zudem den Wettbewerb zwischen den Lieferanten, die tendenziell ihre Angebote senken, um Abschlüsse anzuregen. Der Spotmarkt bleibt jedoch verhalten, und die geringen Legierungsmargen sowie die Unsicherheit bei der Stahlnachfrage dämpfen weiterhin die Einkaufsstimmung. Die verbesserte Effizienz des Schienenverkehrs stützt die externen Manganerzverkäufe des Unternehmens: Im ersten Halbjahr 2026 (H1CY26) stiegen die Verkäufe um 4 % auf 2,789 Millionen Tonnen.

Bei den Ankünften beliefen sich die indischen Importmengen an Manganerz (Mn37 %, Mn44 %, Mn46 %) in der Woche vom 19. bis 25. Juli 2026 auf 205.782 Tonnen, ein Rückgang um 6 % gegenüber 218.804 Tonnen in der Vorwoche.

Mit Blick auf die weitere Entwicklung dürften die Preise für importiertes Manganerz kurzfristig weiterhin unter Druck bleiben, da das Wachstum des Seefrachtangebots weiterhin über der Nachfrage liegt. Die Produktionssteigerungen der großen Bergbauunternehmen wie South32 und Jupiter Mines sowie die hohen Lagerbestände in den Exporthäfen sorgen für ein reichliches Manganerzangebot. Auf der Nachfrageseite dürften chinesische Legierungshersteller und indische Schmelzhütten angesichts der schwachen Stahlnachfrage und geringer Legierungsmargen voraussichtlich eine bedarfsgerechte Einkaufspolitik beibehalten.

Diese Kurznachricht stammt aus der Übersetzung und Weiterverbreitung von Informationen aus dem globalen Internet und von strategischen Partnern. Sie dient lediglich dem Austausch mit den Lesern. Bei Urheberrechtsverletzungen oder anderen Problemen bitten wir um rechtzeitige Mitteilung, und wir werden die notwendigen Änderungen oder Löschungen vornehmen. Die Weitergabe dieses Artikels ist ausdrücklich ohne formelle Genehmigung verboten.E-Mail: news@wedoany.com