Spaniens Netzbetreiber gleicht 5-GW-Photovoltaik-Defizit während Sonnenfinsternis mit Pumpspeicherkraftwerken aus
2026-08-13 13:54
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de.wedoany.com-Bericht: Während der Sonnenfinsternis nutzte der spanische Netzbetreiber Red Eléctrica die gespeicherte Energie der Pumpspeicherkraftwerke La Muela I und II, um den Verlust von 5 Gigawatt Photovoltaik-Leistung während der fast 120-minütigen Finsternis auszugleichen. Dieser Vorgang ereignete sich zum Zeitpunkt des Sonnenuntergangs und stellte keine nennenswerte Beeinträchtigung der Stromversorgung dar.

Pumpspeicherkraftwerk La Muela.

Das Pumpspeicherkraftwerk La Muela befindet sich im Wasserkraftwerkskomplex Cortes-La Muela und wird von Iberdrola betrieben. Es ist derzeit die größte Pumpspeicheranlage Europas. Die koordinierte Zusammenarbeit zwischen dem Systembetreiber und dem Kraftwerksbetreiber gewährleistete eine stabile Stromversorgung während des Rückgangs der Photovoltaik-Erzeugung.

Im Betrieb forderte Red Eléctrica das Kraftwerk auf, sich rechtzeitig vorzubereiten, und erteilte die Anweisung, über einen Zeitraum von mehr als einer Stunde mit voller Last zu fahren, wobei Strom durch das Ablassen von Wasser aus dem Oberbecken erzeugt wurde. Im Rahmen der Sekundärreserve forderte der Netzbetreiber zusätzlich 300 Megawatt von La Muela an. Nach der Disposition über mehrere 15-Minuten-Intervalle wurden schließlich insgesamt 1.800 Megawatt Kapazität für den Ausgleich mobilisiert.

Aus der Betriebskurve geht hervor, dass der Netzbetreiber eine Stunde vor Beginn der Sonnenfinsternis (18:30 Uhr) die Einspeiseleistung des Pumpspeicherkraftwerks schrittweise von knapp über 150 Megawatt auf über 2.000 Megawatt erhöhte. Zum Zeitpunkt des Phänomenzentrums (ca. 20:35 Uhr) wurde der Spitzenwert erreicht und über mehrere Stunden aufrechterhalten, wodurch sauberer und kostengünstiger Strom in das System eingespeist wurde.

Pumpspeicherkraftwerke übernehmen vielfältige Rollen im Stromsystemmanagement. Neben dem Ausgleich bei dieser Sonnenfinsternis haben solche Kraftwerke während der DANA (Starkregenereignis) in Valencia zur Wiederherstellung der Stromversorgung nach Ausfällen beigetragen und tragen zur Verbesserung der Aufnahmefähigkeit erneuerbarer Energien bei. Im regulären Betriebsmodus pumpen die Kraftwerke während der Sonnenstunden Wasser in das Oberbecken zur Energiespeicherung und geben es auf Anweisung des Systembetreibers je nach Angebot und Nachfrage zur Stromerzeugung ab, um Systemkosten zu senken oder die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Laut einem Bericht von El Periódico de la Energía wurden bei diesem Ausgleichsvorgang alle Reaktionen des Kraftwerks wie angewiesen erfolgreich durchgeführt.

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