de.wedoany.com-Bericht: Anhaltende Hitze und fehlende Niederschläge in Europa haben den Wasserstand des Rheins sinken lassen, wodurch die Kapazität der Binnenschifffahrt erheblich eingeschränkt ist. Mehrere Reedereien erhöhen ihre Niedrigwasserzuschläge und passen die Transportpläne für Häfen und Binnenhäfen in Deutschland an.

Die Mediterranean Shipping Company erhöht den Zuschlag für Binnenschiffstransporte durch die Kaub-Messstrecke auf 1350 Euro pro Standardcontainer und für die Strecke durch Köln auf 895 Euro pro Standardcontainer. Der Wasserstand in Köln ist auf 55 Zentimeter gesunken; für einige Frachten auf der Strecke Duisburg-Ruhrort müssen die Transportbedingungen separat bestätigt werden.
Der Wasserstand an der Messstrecke Kaub ist auf etwa 11 Zentimeter gefallen, was die Durchfahrt von Containerfrachtschiffen erheblich einschränkt. Mittlere Schiffe mit einer Kapazität von etwa 300 Standardcontainern können derzeit nur etwa 60 Standardcontainer laden; größere Schiffe mit einer Kapazität von etwa 400 Standardcontainern können einige Flussabschnitte nicht mehr passieren.
Maersk aktualisiert ab dem 12. August den Niedrigwasserzuschlag für den Rhein. Sinkt der Wasserstand in Kaub unter 81 Zentimeter oder in Duisburg-Ruhrort unter 181 Zentimeter, garantiert Maersk nicht mehr, dass die Fracht wie geplant verschifft werden kann.
Das Niedrigwasser des Rheins hat dazu geführt, dass die Binnenhäfen Andernach und Bonn keine regulären Binnenschiffsanläufe mehr erhalten. Maersk erhebt für betroffene Import- und Exportcontainer in Andernach einen vorübergehenden Umladezuschlag von 625 Euro pro Container und für betroffene Fracht in Bonn einen Zuschlag von 350 Euro pro Container.
Die Mediterranean Shipping Company wird außerdem ab dem 20. August einen Stauzuschlag für Straßen-, Schienen- und kombinierte Transporte erheben, die über Antwerpen und Rotterdam nach Deutschland und ins französische Elsass weitergeleitet werden. Der Zuschlag beträgt 44 Euro pro Container für Straßentransporte und 50 Euro pro Container für Schienen- und kombinierte Transporte.
In den deutschen Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Saarland wurden die Sonntagsfahrverbote für Lastkraftwagen vorübergehend gelockert, um Kohle, Erze, Chemieprodukte, Mineralölprodukte und Containerfracht aufzunehmen, die vom Rhein auf die Straße verlagert werden.





















