Norwegens erstes von der EU zertifiziertes Wasserstofftal-Vorhaben hat kürzlich eine Förderung von 21,4 Millionen Euro (etwa 24,9 Millionen US-Dollar) aus dem EU-Innovationsprogramm „Horizont Europa“ erhalten, was den Übergang des Projekts in die Umsetzungsphase markiert.
Das Projekt mit dem Namen NorHyWay wird vom Forschungsinstitut Sintef, Hydrogeni und dem in Trondheim ansässigen Renewable-Energy-Cluster Renergy gemeinsam geleitet. Es zielt darauf ab, in Zentralnorwegen eine integrierte Wertschöpfungskette aufzubauen, die die Produktion, Verteilung, Speicherung und vielfältige Anwendung von Wasserstoff abdeckt.
Neben diesen Leitungsorganisationen sind 16 Industriepartner aus den Bereichen Energie, Verkehr, Logistik, Technologie und Schifffahrt beteiligt, um gemeinsam die Entwicklung des Wasserstofftals voranzutreiben.
Durch die Integration bestehender norwegischer Wasserstoffinitiativen plant das NorHyWay-Projekt, bis 2035 eine jährliche Produktion und Nutzung von etwa 37.081 Tonnen Wasserstoff zu erreichen, was voraussichtlich 345.000 Tonnen CO2-Emissionen einsparen und Norwegens Übergang zu sauberer Energie unterstützen wird.
Der Renergy-Cluster wies darauf hin, dass seine Mitglieder, darunter GreenH mit seinen Wasserstoffanlagen in Kristiansund und Slegentangen sowie dem 20-MW-Werk in Bodø, voraussichtlich von den neuen Mitteln profitieren werden, um ihre Wasserstoffproduktions- und -anwendungskapazitäten zu steigern.
Weitere geplante Verwendungen der Mittel umfassen den Bau neuer Produktionsanlagen in Hammerfest, die Entwicklung von Wasserstofftransportkorridoren sowie die Erforschung der Nutzung von Wasserstoffmolekülen zur Erhöhung der Flexibilität des nationalen Stromnetzes, um eine breitere Integration in das Energiesystem zu unterstützen.
Thomas Bjørdal, Leiter von Renergy, sagte: „Diese Investition ist ein wichtiger Durchbruch, der das enorme Potenzial Norwegens auf dem Wasserstoffmarkt anerkennt. Mit NorHyWay werden wir Europa zeigen, wie man emissionsfreie Lösungen von Pilotprojekten zu einem ausgereiften Marktsystem ausbauen kann.“
Die EU betrachtet Wasserstofftäler zunehmend als effizienten Mechanismus, um Wasserstoffentwicklungsziele in funktionierende regionale Märkte umzusetzen. Diese Förderung spiegelt das Vertrauen und die Unterstützung für das norwegische Wasserstofftal-Modell wider.









