Der Comptroller-General der Nigerianischen Zollbehörde (NCS), Adewale Adeniyi, und die Generaldirektorin des Presidential Enabling Business Environment Council (PEBEC), Dr. Jumoke Oduwole, haben am 6. März 2026 in Abuja ein Treffen abgehalten, um ihr Engagement für die Digitalisierung der Häfen zu bekräftigen. Ziel ist es, durch technologische Integration bürokratische Engpässe zu beseitigen und die Wettbewerbsfähigkeit Nigerias im globalen Handel zu steigern.
Adeniyi erklärte, die NCS habe regelmäßige Konsultationen mit Interessengruppen, einschließlich Gremien wie dem US-amerikanischen Handelsrat, institutionalisiert, um betriebliche Anliegen zu adressieren und die Zusammenarbeit zu stärken. Er merkte an: „Solche Konsultationen helfen uns, Engpässe im Hafenbetrieb zu identifizieren und direktes Feedback von Unternehmen zu erhalten.“ Der Zoll führte zudem gemeinsam mit der Weltzollorganisation (WCO) eine Studie zur Zeitentwicklung (Time Release Study) durch, die den Hafen Tin Can Island als Fallbeispiel nutzte, um Kosten und Zeitaufwand für Hafengeschäfte zu analysieren. Der Bericht, der am 26. Januar 2026 veröffentlicht wurde und Reedereien, Terminalbetreiber und andere Beteiligte einbezog, dient als Leitfaden für Reformen.
In Bezug auf den 24-Stunden-Hafenbetrieb betonte Adeniyi die Notwendigkeit einer umfassenden Beteiligung der gesamten Logistikkette. Er sagte: „Wir haben Beamte für den Rund-um-die-Uhr-Betrieb eingesetzt, standen jedoch vor Herausforderungen, da wichtige Akteure wie Banken und Reedereien nicht vollständig integriert waren.“ Die Zollbehörde treibt den Aufbau einer papierlosen Umgebung voran; die meisten Kernprozesse wie Güterdeklaration und Zollzahlungen seien bereits digitalisiert. Verzögerungen entstünden hauptsächlich dadurch, dass einige Akteure noch auf physische Dokumente angewiesen seien. Adeniyi erwähnte auch fortlaufende Investitionen in Scantechnologie und IKT-Infrastruktur, um die Abhängigkeit von physischen Kontrollen zu verringern. Dies werde von Institutionen wie der Weltbank ermutigt, die eine Ausweitung nicht-invasiver Inspektionstechnologien befürworten.
PEBEC-Generaldirektorin Oduwole teilte mit, der Rat setze einen 90-Tage-Plan zur Verbesserung des Geschäftsumfelds um, um die in einem Bericht vom November 2025 identifizierten Herausforderungen anzugehen. Der Plan ziele darauf ab, durch verstärkte Zusammenarbeit betriebliche Engpässe zu beseitigen und die Effizienz der Behörden zu erhöhen. PEBEC und die Nigerianische Hafenbehörde (NPA) führten eine dreitägige Bewertung in den Häfen von Lagos durch, um Schlüsselprobleme wie gemeinsame Schiffsinspektionen (Joint Boarding), Koordination bei Kontrollen und Technologieeinsatz zu identifizieren. Die stellvertretende Zollchefin, ACG Queen Ogbudu, ergänzte, dass Schiffsankunftspläne für intelligente Personaleinsatzplanung genutzt werden könnten, anstatt einfach nur die Arbeitszeiten zu verlängern. Sie betonte, die Zusammenarbeit beider Institutionen sei entscheidend für die Steigerung der Hafeneffizienz. Der Zoll habe bereits Handelserleichterungsinstrumente wie das Programm für autorisierte Wirtschaftsbeteiligte (Authorized Economic Operator, AEO) eingeführt, um die Abfertigung vertrauenswürdiger Händler zu beschleunigen.









