Stadtwerke Münster treibt Geothermie-Projekt für Fernwärme in Münster voran
2026-03-16 10:20
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In Münster, Nordrhein-Westfalen, wird ein Geothermie-Projekt für Fernwärme vorangetrieben, das vom lokalen Versorgungsunternehmen Stadtwerke Münster geleitet wird. Das Projekt sieht die Bohrung von 102 Geothermie-Sonden vor, jede etwa 250 Meter tief, um 500 Wohneinheiten mit Heizung und Kühlung zu versorgen. Die Bohrungen sollen im Sommer abgeschlossen sein.Illustration des Geothermieprojekts in Münster

Im Gegensatz zu herkömmlichen geothermischen Heizlösungen setzt Münster auf ein „kaltes“ Fernwärmesystem. Dieses nutzt die Temperatur des oberflächennahen Erdreichs, die bis zu 10°C betragen kann, und hebt sie mittels Wärmepumpen auf ein für Gebäude nutzbares Niveau an. Im Sommer kann das System auch zur Kühlung der Innenräume genutzt werden. So entsteht ein erneuerbares System auf Basis lokaler Energie, das ohne fossile Brennstoffe betrieben wird.

Das Sondenfeld befindet sich im neuen Entwicklungsgebiet Albachten-Ost, die Versorgungsleitungen sind bereits verlegt. Die erste Wärmelieferung ist für eine neu gebaute Grundschule vorgesehen. Stadtwerke Münster baut auch im Entwicklungsgebiet Handorf-Kirschgarten eine ähnliche geothermische Fernwärmelösung. Die Gesamtinvestitionen belaufen sich auf etwa 8,5 Millionen Euro, wovon 40 % aus dem Bundesförderprogramm für effiziente Wärmenetze (BEW) stammen.

Sebastian Jurczyk, Geschäftsführer der Stadtwerke Münster, erklärt: „Die zentrale Wärmelösung ist etwas günstiger als individuell umgesetzte Heizlösungen.“ Das Unternehmen ist für den Systembetrieb und technische Angelegenheiten verantwortlich, verlangt jedoch von künftigen Grundstückseigentümern im Entwicklungsgebiet einen 25-jährigen Wärmeliefervertrag, um die Wirtschaftlichkeit zu sichern.

Die Stadt Münster hat bereits 2021 ihr Interesse an der Nutzung von Geothermie für die Fernwärme bekundet. Stadtwerke Münster ist eines von fünf kommunalen Versorgungsunternehmen in Nordrhein-Westfalen, die das „Bündnis Geothermie“ unterzeichnet haben. Bis 2024 wurden seismische Untersuchungen durchgeführt, um die Untergrundstruktur zu kartieren und potenzielle geothermische Reservoire zu lokalisieren.

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