Norges Bank Investment Management (NBIM) hat kürzlich einen Klima- und Naturbericht veröffentlicht, der die Fortschritte seines verwalteten norwegischen Staatsfonds (Government Pension Fund Global) im Bereich nachhaltiger Investitionen offenlegt. Bis Ende 2025 beliefen sich die Fondsvermögen auf 2,1 Billionen US-Dollar, was ihn zu einem der weltweit größten Staatsfonds macht, dessen Investitionsentscheidungen erheblichen Einfluss auf die Nachhaltigkeit globaler Unternehmen haben.

Dem Bericht zufolge wendet NBIM „Aspiration Scores“ für Klima und Natur zur Bewertung der Portfoliounternehmen an. Im Klimabereich lag der durchschnittliche Score bei 52 von 100 Punkten, ein Anstieg von fast 4 Punkten gegenüber 2024; im Naturbereich lag er bei 36 Punkten und blieb damit weitgehend unverändert. Europäische Unternehmen lagen bei den Scores an der Spitze. Darüber hinaus führte NBIM 2025 einen „Climate Performance Score“ ein, der anhand von sieben Faktoren prüft, inwieweit Klimazusagen von Unternehmen in konkrete Maßnahmen umgesetzt werden, darunter Fortschritte bei Emissionszielen und Trends der Emissionsintensität.
Bei der Verfolgung von Lobbyaktivitäten nutzt NBIM das KI-System der gemeinnützigen Organisation Danu Insight zur Überwachung klimabezogener Unternehmenslobbying. Daten von über 1.200 Portfoliounternehmen zeigen, dass 61 % der Unternehmen auf eine Weise lobbyieren, die mit dem Ziel vereinbar ist, die globale Erwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Wird jedoch das Lobbying von Handelsorganisationen einbezogen, sinkt dieser Anteil auf 14 %. Thomas O’Neill, Gründer von Danu Insight, erklärte: „Sie unterliegen nicht demselben Druck, der einige Unternehmen einschränkt. Es wird keinen Verbraucherboykott geben. Man kann nicht zu viel Druck auf sie ausüben.“
Basierend auf Klima- und Naturrisiken entfernte NBIM im Jahr 2025 elf Unternehmen aus seinem Portfolio, verglichen mit zehn im Vorjahr, ohne jedoch konkrete Namen zu nennen. Gleichzeitig schloss der Fonds aus ethischen Gründen Unternehmen aus dem Kohlesektor aus, wie etwa die US-Unternehmen NRG Energy, Xcel Energy und DTE Energy. Vier weitere kanadische Unternehmen – Canadian Natural Resources, Cenovus Energy, Suncor Energy und Imperial Oil – wurden wegen „inakzeptabler Treibhausgasemissionen“ infolge der Ölförderung aus Ölsanden ausgeschlossen. Diese Maßnahmen spiegeln die kontinuierlichen Bemühungen von NBIM im Bereich nachhaltiger Investitionen wider und bieten eine Referenz für die globale Vermögensverwaltungsbranche.









