Das Wasserstoffzertifizierungsschema CertifHy hat die deutsche Zertifizierungsstelle Dekra in seine Liste akkreditierter Stellen aufgenommen und ermächtigt sie damit, Wasserstoff aus erneuerbaren Kraftstoffen nicht-biologischen Ursprungs (RFNBO) zu zertifizieren. Damit gehört Dekra nun zu den sechs Unternehmen, die offizielle Überprüfungsaudits für die EU durchführen dürfen, neben Bureau Veritas aus Frankreich, Vinçotte aus Belgien, TÜV SÜD und TÜV Rheinland aus Deutschland sowie SGS aus Spanien.
Diese autorisierten Stellen können Herstellern ein CertifHy-EU-RFNBO-Zertifikat ausstellen, um zu bestätigen, dass ihre Wasserstoffprodukte den Standards für grünen Wasserstoff entsprechen. In der EU produzierter und verkaufter grüner Wasserstoff muss den RFNBO-Status erhalten, um Subventionen in Anspruch nehmen zu können und verbindliche Ziele gemäß der Erneuerbare-Energien-Richtlinie III (RED III) zu erfüllen. Zu den Anforderungen für die Eignung gehört die Nutzung zusätzlicher erneuerbarer Energiequellen im gleichen Netzgebiet wie der Produktionsstandort sowie eine Emissionsreduktion von mindestens 70 % im Vergleich zu fossilen Brennstoffen.
Dekra, Mitglied der spanischen Wasserstoffvereinigung, betonte in einer Erklärung, dass die RFNBO-Zertifizierung für Spanien von entscheidender Bedeutung sei, da das Land bestrebt sei, seine Position als Wasserstofflieferant für Europa zu stärken. Das Unternehmen nutzt seine zahlreichen Einrichtungen in Spanien, um Test-, Bewertungs- und Zertifizierungsdienstleistungen für Wasserstoffprojekte anzubieten.
Matthieu Boisson, CEO von CertifHy, erklärte: „Da die Wasserstoffindustrie in die Umsetzungsphase eintritt, ist die Erweiterung der anerkannten Zertifizierungsstellen von entscheidender Bedeutung, damit Wirtschaftsakteure ihre Konformität nachweisen können, die für das Marktvertrauen wesentlich ist.“ Bereits im September hatte CertifHy Bureau Veritas in sein Konsortium für RFNBO-Zertifizierer aufgenommen.
Der RFNBO-Delegierungsrechtsakt wurde 2023 verabschiedet, doch Mitgliedstaaten und Branchenakteure forderten anschließend Klarstellungen oder Änderungen, um Marktunsicherheiten zu begegnen. Diese Erweiterung des Zertifizierungssystems soll die Regulierung und nachhaltige Entwicklung des EU-Wasserstoffmarktes unterstützen.









