de.wedoany.com-Bericht: Während die globale Branche für saubere Energie rasant wächst, bahnt sich in körperlich anspruchsvollen Berufen eine Krise durch muskuloskelettale Verletzungen an. Das bayerische Technologieunternehmen German Bionic setzt mit motorisierten Exoskeletten an, um neue Wege für die Gesundheit und Effizienz von Arbeitern im Zuge der Energiewende zu eröffnen.
Die Internationale Agentur für Erneuerbare Energien prognostiziert, dass bis 2050 die Arbeitskräfte im Bereich saubere Energie weltweit auf das Dreifache der aktuellen Zahl anwachsen müssen, um schwere körperliche Arbeiten wie Turbinenmontage, Netzausbau oder den Bau von Solarparks zu bewältigen. Die Realität sieht jedoch so aus: Bei der Montage von Turbinengehäusen müssen täglich Hunderte von Hebebewegungen ausgeführt werden, die Installation von Solarzellen findet oft in komplexem Gelände statt, das für Gabelstapler unzugänglich ist, und die Erneuerung von Netzanlagen erfordert das mehrtägige Tragen schwerer Lasten. Muskuloskelettale Erkrankungen sind bereits der Hauptgrund für Arbeitsausfälle in der Fertigung und stellen im Bereich der sauberen Energie eine besonders ernste Herausforderung dar.
German Bionic hat mit der Exoskelett-Technologie das Exia-Rückenstützsystem entwickelt. Kernstück sind batteriebetriebene Motoren und Bewegungssensoren, die Hebebewegungen des Arbeiters in Echtzeit erfassen und präzise unterstützende Kraft im Lendenbereich bereitstellen. Tausende dieser Systeme sind bereits kommerziell im Einsatz. Nach der Übernahme durch ein Schweizer Private-Equity-Unternehmen hat sich die Positionierung von einem Sicherheitsgerät zu einem „Werkzeug für das Arbeitskräftelebenszyklusmanagement“ gewandelt, das direkt den Schmerzpunkt des Arbeitskräftemangels in der europäischen Fertigungsindustrie der Post-Pandemie-Ära adressiert.

In den dezentralen Arbeitsumgebungen der sauberen Energie entfaltet Exia seinen Wert exponentiell. Anders als bei traditionellen Großprojekten der Infrastruktur bestehen Projekte für erneuerbare Energien aus Zehntausenden mittelgroßen Baustellen, die eine extrem hohe und nachhaltige Arbeitsleistung der Arbeiter erfordern. Exia verlängert nicht nur die Berufslaufbahn erfahrener Arbeiter, sondern ersetzt teilweise auch dieselbetriebene Hebezeuge – ein Gewinn für Umwelt und Effizienz. Die integrierten Sensoren erfassen kontinuierlich Daten wie Hebefrequenz und Lastintensität. Diese liefern quantifizierbare Nachweise für den Arbeitnehmerschutz gemäß der EU-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen (CSRD) und werden so zur „Daten-Goldmine“ für das ESG-Management der Unternehmen.
Pilotdaten zeigen, dass Exia die Belastung der Lendenwirbelsäule um 40 % reduzieren und die Arbeitseffizienz um 15 % steigern kann. Derzeit arbeitet German Bionic mit europäischen Energieunternehmen zusammen, um die Eignung des Systems für Szenarien wie Windkraft und Photovoltaik zu validieren. Mit zunehmenden Investitionen in saubere Energie entwickelt sich die Exoskelett-Technologie von einer „optionalen Ausstattung“ zu einer „Standardausrüstung“ für die Infrastrukturfertigung.
„Die Gesundheit der Arbeiter zu schützen bedeutet, die Zukunft der Branche zu schützen“, erklärt der Forschungsleiter von German Bionic direkt. Diese Innovation aus Bayern bietet einen entscheidenden Lösungsansatz, um das binäre Paradoxon von „Wachstum und Gesundheit“ in der globalen Branche für saubere Energie aufzulösen.
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