Italo erwägt Kauf von Siemens-Zügen für den Einstieg in den deutschen Hochgeschwindigkeitszugmarkt
2026-04-29 10:02
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de.wedoany.com-Bericht: Der italienische private Eisenbahnbetreiber Italo beschleunigt seinen Vorstoß in den deutschen Hochgeschwindigkeitszugmarkt. Geplant ist der Kauf von 25 bis 30 Hochgeschwindigkeitszügen der Velaro-Plattform von Siemens Mobility, begleitet von einem Wartungsvertrag über bis zu 30 Jahre. Die Gesamtinvestition wird auf mehrere Milliarden Euro geschätzt. Die Fahrzeuge sollen im Werk Krefeld produziert werden und auf der gleichen Technologieplattform wie der ICE 3neo basieren.

Italo strebt ein langfristiges Kapazitätsrahmenabkommen mit dem deutschen Infrastrukturbetreiber DB InfraGO an, um die derzeitige Engpasssituation bei der jährlich zugewiesenen Schienenwegskapazität zu überwinden. Die Ziellinien konzentrieren sich auf stark frequentierte Korridore wie Frankfurt–Köln und München–Berlin. Die Züge sind für eine Höchstgeschwindigkeit von 320 km/h ausgelegt und verfügen bereits über die Zulassung für das deutsche Netz, was die Inbetriebnahme beschleunigen könnte. Die Realisierung des Projekts hängt jedoch von der Lösung zentraler Fragen wie der Zuweisung von Schienenwegskapazitäten und einem fairen Zugangsmechanismus ab.

Italo (NTV) ist der erste private Hochgeschwindigkeitszugbetreiber Italiens. Das 2012 gegründete Unternehmen geht ursprünglich auf italienische Unternehmer wie den Ferrari-Besitzer Montezemolo zurück. Der Hauptsitz befindet sich in Rom. Derzeit betreibt Italo 25 Züge des Typs AGV 575 und 26 Züge des Typs Italo EVO, die eine Höchstgeschwindigkeit von 360 km/h erreichen können und damit Fahrgastverbindungen zwischen 54 wichtigen Städten Italiens abdecken, einschließlich des zentralen Korridors Mailand–Rom. Im Jahr 2024 erwarb der globale Containerreederei-Riese MSC rund 50% der Anteile an Italo; die restlichen Anteile werden von Global Infrastructure Partners (GIP) und dessen verwalteten Fonds gehalten. Italo steht auf dem italienischen Inlands-Hochgeschwindigkeitszugmarkt in einem Wettbewerb mit der staatlichen italienischen Bahngesellschaft (Trenitalia) und konnte durch eine flexible Preisstrategie und ein Service-System mit mehreren Kabinenklassen eine große Anzahl von Reisenden anziehen.

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