de.wedoany.com-Bericht: Das von der US-amerikanischen Luft- und Raumfahrtbehörde (NASA) entwickelte mehrsprachige Experimentierterminal (Polylingual Experimental Terminal, PExT) hat seine geplante Demonstrationsphase abgeschlossen. Das Terminal zielt darauf ab, die Interoperabilität zwischen verschiedenen Satellitenrelaisnetzwerken zu ermöglichen. In einem Update vom 1. Juni erklärte die NASA, dass PExT aufgrund seines erfolgreichen Betriebs und seiner technischen Flexibilität weiterhin in Betrieb bleiben wird, um neue Partnerschaftsmöglichkeiten zu erkunden und zusätzliche Fähigkeitsdemonstrationen durchzuführen.

Im Jahr 2025 wurde PExT an Bord des BARD-Raumfahrzeugs von York Space Systems von einer SpaceX Falcon-9-Rakete von der Vandenberg Space Force Base aus in eine hochentwickelte niedrige Erdumlaufbahn gebracht. Das Terminal hat erfolgreich die Ka-Band-Breitband-Spektrum-Kommunikationstechnologie validiert, die es Weltraummissionen ermöglicht, Daten zwischen Regierungs- und kommerziellen Netzwerken weiterzuleiten. Das Ziel der NASA bei der Förderung dieser Technologie ist es, den Weg für die Umstellung aller ihrer erdnahen Kommunikationsrelaisdienste auf kommerzielle Anbieter zu ebnen.
Bisher war die Satellitenkommunikation in der Regel auf ein einzelnes Netzwerk beschränkt. PExT, entwickelt vom Johns Hopkins University Applied Physics Laboratory in Zusammenarbeit mit dem NASA-Programm für Raumfahrtkommunikation und Navigation, hat die Datenübertragung über mehrere kommerzielle und staatliche Satellitensysteme hinweg ermöglicht. Im Dezember 2025 erreichte die Demonstrationsmission des Terminals ihr Hauptziel: Die erfolgreiche Datenübertragung zurück zur Erde über das NASA-eigene Tracking and Data Relay Satellite System sowie über kommerzielle Satellitennetzwerke, die von Viasat und SES Space and Defense betrieben werden.
Die erweiterte Betriebsphase von PExT begann im Januar und wird bis April 2027 andauern. Zu den zukünftigen Plänen gehört die Demonstration von direkten Vorwärts- und Rückwärtsverbindungen zur Erde unter Nutzung des globalen Bodenstationsnetzwerks von SSC Space, einschließlich 50 direkter Erdverbindungstests unter Verwendung der Partner-Bodenstation von SSC Space in Deutschland, Weilheim. Das NASA-Missionsupdate stellte fest, dass diese Demonstrationen zeigen sollen, wie Missionen Daten flexibel über Relaissatelliten oder direkte Erdverbindungen leiten können, um die Kommunikationsresilienz, -abdeckung und -betriebseffizienz zu verbessern.
Gleichzeitig arbeitet die NASA mit Aalyria Technologies zusammen, um den sogenannten Enterprise Service Operations zu demonstrieren. Diese Demonstration wird die Spacetime-Software von Aalyria verwenden, um über ein gemeinsames Software-Framework eine koordinierte Planung, Verwaltung und Kommunikationsunterstützung für mehrere Missionen zu ermöglichen. Das NASA-Update erklärte, dass dies zeigen soll, wie diese Frameworks Betriebsabläufe vereinfachen, die Sichtbarkeit von Diensten verbessern und sicherstellen können, dass Missionen während ihres gesamten Lebenszyklus zuverlässige Kommunikationsunterstützung erhalten.
Diese Arbeiten bauen auf mehrjährigen Kooperationen zwischen der Defense Innovation Unit und Aalyria im Rahmen des Hybrid Space Architecture-Programms auf. Als eine Initiative des US-Verteidigungsministeriums zielt dieses Programm darauf ab, ein vernetzteres, widerstandsfähigeres und interoperableres Weltraumnetzwerk-Ökosystem aufzubauen, das es staatlichen und kommerziellen Satellitensystemen ermöglicht, nahtlos zusammenzuarbeiten.
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