Deutsche Telekom erweitert Mobilfunknetz auf über 50 Festivals mit temporären Basisstationen
2026-06-05 17:35
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de.wedoany.com-Bericht: Die Deutsche Telekom hat kürzlich angekündigt, während der Sommermusikfestivalsaison 2026 über 50 Festivals in Deutschland mit zusätzlicher Mobilfunkkapazität zu versorgen. Durch den Einsatz von Mobilfunkcontainern, temporären Basisstationen, intelligentem Netzwerkmanagement und Mehrstrahlantennen soll die Mobilfunkkapazität in Situationen mit großen Menschenmengen erhöht werden.

Die Telekom konzentriert sich dabei auf große Festivals wie Rock am Ring, das Hurricane Festival, Wacken Open Air und Parookaville, für die sie temporäre Mobilfunkeinrichtungen bereitstellt. Der Kommunikationsdruck bei großen Open-Air-Veranstaltungen unterscheidet sich von dem alltäglichen städtischen Netzwerk. Die Nutzer vor Ort laden innerhalb kurzer Zeit konzentriert Videos hoch, streamen live, senden Nachrichten, nutzen mobiles Bezahlen und soziale Plattformen. Die Netzlastspitzen liegen daher in der Regel weit über dem normalen Bedarf des Veranstaltungsortes. Um diesem plötzlichen Kapazitätsdruck zu begegnen, erweitert die Telekom die bestehende Abdeckung um mobile Antennencontainer und temporäre Kommunikationsstandorte. So werden in Parookaville 15 temporäre Standorte, in Wacken Open Air 10 und auf dem Hurricane Festival, dem Southside Festival, der Nature One und dem Glücksgefühle Festival jeweils 7 Standorte eingerichtet. Auch Rock am Ring und Rock im Park werden Anfang Juni jeweils fünf zusätzliche Mobilfunkstandorte in Betrieb nehmen, um die Verbindungsstabilität während der großen Saisonauftaktveranstaltungen zu gewährleisten.

In diesem Jahr wird das Unternehmen außerdem bei rund 100 Großveranstaltungen in Deutschland temporäre Kommunikationsstandorte einsetzen, insgesamt mehr als 200 Mobilfunkstationen. Neben Musikfestivals werden diese Maßnahmen auch bei Veranstaltungen mit hohem Besucheraufkommen wie dem Hamburger Hafengeburtstag, dem Münchner Oktoberfest, der Düsseldorfer Rheinkirmes, dem CHIO Aachen und dem 24-Stunden-Rennen auf dem Nürnbergring zum Einsatz kommen.

Die temporäre Kommunikationssicherung bei Großveranstaltungen wandelt sich von einem Notfallmodus, bei dem „ein paar Basisstationen nachgerüstet werden", hin zu einer präziseren Netzwerkkapazitätsplanung. Bei dieser Bereitstellung setzt die Telekom auf automatisierte Netzwerkfunktionen und den RAN Guardian Agent, um öffentliche Veranstaltungen zu identifizieren, die erwartete Netzlast zu bewerten und bei der Erstellung von Optimierungsplänen für das Mobilfunknetz zu helfen. In diesem Jahr wird das Unternehmen rund 1.750 Open-Air-Veranstaltungen in Deutschland analysieren, um die Netzressourcen schneller an die Besucherzahlen, die örtlichen Gegebenheiten, das Nutzerverhalten und die Prognosen zum Datenverbrauch anpassen zu können. Für Betreiber bieten solche Szenarien die Möglichkeit, die Leistungsfähigkeit des 5G-Netzes unter Bedingungen mit hoher Nutzerdichte, kurzzeitigen Spitzenlasten und dem Bedarf an mobilen Uploads zu testen. Gleichzeitig können sie reproduzierbare Erfahrungen für den temporären Netzaufbau bei Sportereignissen, Messen, Stadtfesten und der Notfallkommunikation sammeln.

Die Telekom wird auf mehreren Festivals zudem standardmäßig Dualband-Mehrstrahlantennen einsetzen. Diese Technologie unterteilt die Funkzelle in mehrere unabhängige Richtungssektoren und verschiedene Frequenzbänder, sodass eine große Anzahl von Nutzern gleichzeitig im selben Gebiet surfen, hochladen und Videos ansehen kann und dabei stabilere Datenraten erhält. Mit der zunehmenden Digitalisierung von Konzerten, Sportereignissen und städtischen Veranstaltungen sind temporäre Kommunikationsnetze zu einem Teil der Infrastruktur von Großveranstaltungen geworden. Die Netzseite muss gleichzeitig verschiedene Arten von Datenverkehr bewältigen, darunter Video-Uploads, Live-Streaming, mobiles Ticketing, elektronische Zahlungen, Sicherheitskoordination und den Betrieb vor Ort. Der Umfang der diesmaligen Bereitstellung durch die Telekom zeigt, dass die Betreiber Großveranstaltungen als wichtigen Einstiegspunkt für die Feinsteuerung des Mobilfunknetzes betrachten.

Die späteren Ergebnisse hängen von der Größe der Menschenmengen vor Ort, der Effizienz der Bereitstellung temporärer Standorte, der Abdeckungswirkung der Mehrstrahlantennen und der Fähigkeit des automatisierten Netzwerkmanagements ab. Sollten sich diese Technologien im Festivalumfeld als stabil erweisen, könnten die entsprechenden Lösungen auf andere veranstaltungen mit hohem Besucheraufkommen in Europa ausgeweitet werden. Dies würde den Betreibern eine Vorlage bieten, um die Resilienz von 5G-Netzen, die temporäre Kapazitätssteuerung und die Fähigkeit zur Kommunikationssicherung bei öffentlichen Veranstaltungen zu verbessern.

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