de.wedoany.com-Bericht: Usbekistan hat mitgeteilt, dass auf der zweiten Sitzung des „Termez-Dialogs“ das Eisenbahnprojekt durch Afghanistan im Mittelpunkt stand. Die Diskussion über dieses Projekt läuft seit über einem Jahrzehnt und ist nun in eine substanziellere Phase eingetreten. Die technisch-wirtschaftliche Machbarkeitsstudie soll voraussichtlich Ende dieses Jahres abgeschlossen sein.
Der usbekische Vize-Minister für Investitionen, Industrie und Handel, Shokhrukh Gulyamov, erklärte während des Treffens, dass die Arbeiten an der technisch-wirtschaftlichen Machbarkeitsstudie für das Eisenbahnprojekt in eine aktive Phase eingetreten seien. Ziel sei es, konkrete Daten zu liefern, um die zukünftige Ausrichtung des Projekts zu klären.
Laut einem Bericht von Eurasianet betonten die Teilnehmer die Bedeutung der Einbindung Afghanistans in das regionale Handelsnetzwerk. Der usbekische Erste Vize-Außenminister Bakhromjon Aloyev wies darauf hin, dass für Zentralasien die kürzeste Route zu den Seehäfen durch Afghanistan führe. Die Stabilität des Landes trage zur regionalen Entwicklung und Sicherheit bei. Seit Herbst 2025 haben Usbekistan und Afghanistan Abkommen im Wert von 5 Milliarden US-Dollar unterzeichnet, und die bilaterale wirtschaftliche Zusammenarbeit weitet sich aus.
Der Wirtschaftsanalyst Abdul Zohour Madaber ist der Ansicht, dass Usbekistan eine wichtige und konstruktive Rolle für Afghanistan in den Bereichen Handel, Transit, wirtschaftliche Entwicklung und regionale Konnektivität spielen könne. Er fügte hinzu, dass solche Treffen sowie die Teilnahme afghanischer Wirtschafts- und politischer Delegationen dazu beitrügen, wirtschaftliche Ziele zu erreichen und die bilaterale Zusammenarbeit auszubauen.
Der russische Erste Vize-Ministerpräsident Alexey Overchuk erklärte auf dem St. Petersburger Internationalen Wirtschaftsforum, dass trotz der Sicherheitsherausforderungen in der Region der Eisenbahnplan durch Afghanistan weiterhin aktiv diskutiert werde. Die Behörden prüften umfassend alternative Routen, insbesondere die westliche Route über Herat.
Der Wirtschaftsanalyst Qutbuddin Yaqubi wies darauf hin, dass Russland derzeit enge politische und wirtschaftliche Beziehungen zur afghanischen Regierung unterhalte und versuche, diese Gelegenheit zu nutzen, um seine Präsenz in afghanischen Infrastruktur- und Wirtschaftsprojekten auszubauen. Der Eisenbahnbau, Investitionen im Bergbau, die landwirtschaftliche Entwicklung und andere Wirtschaftsbereiche seien Felder, auf denen Moskau eine größere Rolle spielen wolle.
Der zweite Termez-Dialog zog insgesamt 150 Vertreter aus mehreren Ländern, darunter Afghanistan, sowie Vertreter internationaler Organisationen an. Die Veranstaltung findet in Taschkent, Termez und Samarkand statt und dauert bis zum 6. Juni.
Dieser Artikel wurde von Wedoany übersetzt und bearbeitet. Bei jeglicher Zitierung oder Nutzung durch künstliche Intelligenz (KI) ist die Quellenangabe „Wedoany“ zwingend vorgeschrieben. Sollten Urheberrechtsverletzungen oder andere Probleme vorliegen, bitten wir Sie, uns unverzüglich zu benachrichtigen. Wir werden den entsprechenden Inhalt umgehend anpassen oder löschen.
E-Mail: news@wedoany.com









