de.wedoany.com-Bericht: Die nigerianische Bundesregierung plant die Installation von CCTV-Überwachungssystemen an allen Bundesstraßen. Der Minister für öffentliche Arbeiten, David Umahi, gab kürzlich bei einer Inspektion des Wiederaufbauprojekts Mararaba-Keffi bekannt, dass Präsident Bola Tinubu die Abdeckung aller Bundesstraßen mit einem Überwachungsnetzwerk fordere. Der Korridor Abuja-Keffi solle als Vorlage für den Aufbau und Betrieb dieses Systems dienen.
Umahi erklärte, dass die Überwachungsinfrastruktur mit Solarenergie betrieben werde, Beobachtungseinrichtungen integriere und mit Sicherheitsbehörden verbunden sei, die die Verkehrsaktivitäten in Echtzeit überwachen könnten. Das System werde über einen integrierten Schnellreaktionsmechanismus verfügen, um die Notfallreaktionszeiten auf Autobahnen zu verkürzen. Die Bundesregierung arbeite mit der nigerianischen Polizei (Nigeria Police Force) zusammen, um die Autobahnpatrouillen- und Sicherheitseinheit (Highway Patrol and Safety Unit) wiederzubeleben, die in der Polizeistruktur zwar eingerichtet, aber nicht ausreichend funktionsfähig sei. Das CCTV-Netzwerk werde als Hardware-Teil der Sicherheitsarchitektur betrachtet, während die Wiederbelebung der Autobahnpatrouille die personelle Infrastruktur darstelle.
Der Korridor Mararaba-Keffi verbindet das Bundesgebiet mit dem Bundesstaat Nasarawa und bewältigt täglich ein hohes Verkehrsaufkommen, das über die am stärksten überlastete Zufahrtsstraße nach Abuja gelangt. Dieser Abschnitt wurde als Pilotprojekt ausgewählt, sowohl aufgrund seiner strategischen Sichtbarkeit als auch, weil er sich im Wiederaufbau befindet, was die Integration der Überwachungsinfrastruktur während der Bauarbeiten erleichtert. Umahi verglich das Projekt mit der zweiten Nigerbrücke (second Niger Bridge), die bereits über ähnliche Überwachungsfähigkeiten verfüge.
Die nigerianische Firma JRB Construction Limited, die für den etwa 40 Kilometer langen Abschnitt verantwortlich ist, hat in acht Monaten rund 21 Kilometer der Binderschicht fertiggestellt. Umahi erklärte, dass das Unternehmen mit den Bauarbeiten begonnen habe, bevor es die vollständige Zahlung von der Regierung erhalten habe. Diese Praxis, bei der der Auftragnehmer das finanzielle Risiko trägt, sei im Bereich der Bundesstraßen nicht Standard. Er lobte die Ausrüstungsqualität von JRB und die Bereitschaft, unter finanziell unsicheren Bedingungen zu arbeiten, und bezeichnete das Unternehmen als einen der zuverlässigsten einheimischen Auftragnehmer des Landes. Gleichzeitig warnte er Auftragnehmer, die Mobilisierungsgelder erhalten, aber keine Ausrüstung bereitgestellt oder keine Fortschritte gezeigt hätten, dass die Regierung eine systematische Leistungsbewertung aller Auftragnehmer durchführen werde, die an Bundesstraßenprojekten beteiligt seien.
Umahi erklärte, dass Direktoren und Projektleiter innerhalb des Ministeriums persönlich für die Nichteinhaltung genehmigter Anweisungen für Bundesprojekte verantwortlich gemacht würden. Gleichzeitig ordnete er die Reparatur von Schäden und Schlaglöchern auf der bestehenden Fahrbahn Mararaba-Keffi an und forderte die Wiederverwertung des auf der Baustelle gefrästen Asphalts. Das Umsetzungsdatum des CCTV-Pilotprojekts und die Kosten für die landesweite Ausweitung wurden noch nicht bekannt gegeben.
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