Italienische Regierung verabschiedet neues Gesetz zur Wiederaufnahme des Entwicklungsplans für die Kernenergie
2025-03-03 15:24
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Am 28. Februar haben italienische Regierungsvertreter einem neuen Gesetz zugestimmt, das die Nutzung der Kernenergie im Land wieder ermöglichen soll. Damit wird das seit einem Referendum im Jahr 1987 geltende Verbot dieser Technologie aufgehoben.

Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meroni sagte, das neue Gesetz sei ein wichtiger Schritt zur Gewährleistung der Energiesicherheit und strategischen Unabhängigkeit Italiens. Sie betonte, dass es der Regierung ein Anliegen sei, saubere, sichere und kostengünstige Energie bereitzustellen. Das Gesetz muss allerdings noch vom italienischen Parlament verabschiedet werden und verleiht den Beamten die Befugnis, Dekrete zur Unterstützung der Atomenergie zu erlassen.

Der italienische Energieminister Gilberto Pichetto Frattin geht davon aus, dass die Verfahrensmaßnahmen zur Wiederaufnahme der Kernenergie bis Ende 2027 abgeschlossen sein werden. Offizielle Stellen wiesen darauf hin, dass Italien den Einsatz moderner kleiner modularer Reaktoren (SMRs) zur Erzeugung von Kernenergie prüfe. Diese Technologie könne nicht nur zur Energieerzeugung beitragen, sondern auch die Dekarbonisierung des Industriesektors fördern.

Die italienische Regierung hat erklärt, dass durch die Kernenergie bis 2050 bei der Dekarbonisierung der italienischen Wirtschaft rund 17 Milliarden Euro (17,69 Milliarden Dollar) eingespart werden könnten. Dabei geht sie davon aus, dass die Kernenergie mindestens elf Prozent der Stromerzeugung des Landes ausmacht. Allerdings gehen Vertreter des Nationalen Energie- und Klimaprogramms davon aus, dass der Anteil der Kernenergie am Energiemix noch höher sein könnte.

Das neue Gesetz wird Richtlinien für den Betrieb von Kernkraftwerken festlegen und wissenschaftliche Forschung im Bereich der Kerntechnologie ermöglichen. Der Gesetzentwurf regelt außerdem die Verfahren zur Stilllegung von Kernkraftwerken und sieht die Einrichtung einer unabhängigen Agentur zur Aufsicht der Kernenergiebranche vor.

Im Bereich der Kernenergie dürfte der staatliche Energieversorger Enel die Nase vorn haben, da er bereits über Erfahrungen im Betrieb von Atomkraftwerken in Spanien verfügt. Ein weiterer italienischer Energiekonzern, Eni, gehört ebenfalls zu den Unternehmen, die in die US-amerikanische Kernfusionsforschung investieren. Italienische Politiker haben mit Unternehmen wie Westinghouse Electric und dem französischen Energieriesen EDF Gespräche über eine mögliche Partnerschaft mit der Regierung geführt, die den Bau hochmoderner Atomreaktoren in Italien vorsieht.

Darüber hinaus untersucht eine staatlich geförderte Gruppe, zu der unter anderem Enel, der italienische Energietechnikkonzern Ansaldo Energia und das Energieforschungsunternehmen Leonardo Energy gehören, gemeinsam Optionen für den Bau von SMRs.

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