de.wedoany.com-Bericht: Der Neubau-Markt für Containerschiffe wird derzeit von Einheiten mit über 6.000 TEU dominiert, doch die Nachfrage nach Feederschiffen bleibt ebenfalls rege. Die französische Reederei CMA CGM hat bei der chinesischen Werft Hengli Heavy Industries acht Containerschiffe mit einer Kapazität von 6.000 TEU bestellt, die voraussichtlich 2028 abgeliefert werden sollen. Dies ist der jüngste Schritt des Unternehmens, sein Auftragsbuch für diese Schiffsklasse kontinuierlich zu erweitern.

Laut Alphaliner betreibt CMA CGM derzeit sechs Schiffe desselben Typs, von denen zwei in eigenem Besitz sind und vier vom belgischen Tonnageanbieter CMB.Tech gechartert werden. Auch Eastern Pacific Shipping hat bei Hengli Heavy Industries zwei 6.000-TEU-Schiffe bestellt, die Berichten zufolge an CMA CGM verchartert werden sollen. Zudem sollen vier zuvor bestellte Schiffe desselben Typs ebenfalls an die französische Reederei verchartert werden.
Global Ship Lease (GSL) hat bei der Taizhou Sanfu Ship Engineering zehn Schiffe mit 6.200 TEU fest bestellt, deren Ablieferung zwischen 2028 und 2030 erfolgen soll. Obwohl Details noch nicht bekannt gegeben wurden, hat GSL wahrscheinlich bereits Vereinbarungen über entsprechende Charterverträge getroffen. Derzeit liegen die Baukosten für ein 6.000-TEU-Schiff bei etwa 90 Millionen US-Dollar, während Feederschiffe im Bereich von 1.100 bis 1.900 TEU zwischen 28 und 35 Millionen US-Dollar kosten.
Constantine Baack, CEO der auf mittlere und kleine Schiffe spezialisierten, nicht betreibenden Reederei MPC Container Ships, erklärte kürzlich in einer Telefonkonferenz zum ersten Quartalsergebnis, dass hohe Ölpreise und ein relativ niedriger Auftragsbestand zu neuen Schiffsinvestitionen ermutigen. Das Verhältnis des Auftragsbestands für Feederschiffe zur bestehenden Flotte beträgt nur 18 %. Linerlytica berichtet, dass bereits mehrere neue Aufträge für Feederschiffe platziert wurden.
Die in Hongkong registrierte Synelysia hat bei der Zhejiang Xinle Shipbuilding vier Schiffe mit 1.900 TEU bestellt, die voraussichtlich 2028 abgeliefert werden. Der griechische Reeder Euroseas hat bei der Nantong CIMC Sinopacific zwei Optionen für Schiffe mit 1.781 TEU ausgeübt. Zwei weitere Schiffe mit 1.100 TEU wurden von einem unbekannten Unternehmen bei der Yangzi Hongyuan Shipbuilding in Auftrag gegeben. MB Shipbrokers berichtet: „Obwohl die gesamte Vertragsaktivität verhalten bleibt, sehen wir weiterhin solide Projekte in den mittleren und großen Segmenten, und es wird erwartet, dass vor den Sommerferien mehrere Aufträge offiziell bestätigt werden.“
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