Indisches Kohleministerium wirbt bei Roadshow in Hyderabad für 460-Milliarden-Rupien-Plan zur Kohlevergasung
2026-06-16 09:23
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de.wedoany.com-Bericht: Das indische Kohleministerium veranstaltete in Hyderabad eine Roadshow, die sich auf Projekte zur Vergasung von Kohle und Braunkohle konzentrierte und diesen Bereich als zentrale Säule der Energiewende, industriellen Expansion und Importsubstitutionsstrategie des Landes positionierte. Hochrangige Regierungsbeamte, Branchenführer, Investoren, Technologieanbieter, Finanzinstitute und Vertreter mehrerer Bundesstaaten kamen zusammen, um Wege zur Erschließung von Investitionsmöglichkeiten und zur Beschleunigung der großflächigen Umsetzung der Kohlevergasungsindustrie in Indien zu erörtern.

Der Unionsminister für Kohle und Bergbau, G. Kishan Reddy, leitete die Roadshow, an der auch der Staatsminister Satish Chandra Dubey und hochrangige Beamte des Ministeriums teilnahmen. Reddy wies darauf hin, dass Indien über Kohlereserven von fast 400 Milliarden Tonnen verfügt, der zweitgrößte Kohleproduzent und -verbraucher der Welt ist und rund 70 % seines Stroms immer noch aus Kohle bezieht. Die reichhaltigen Ressourcen und die stetig wachsende Energienachfrage böten eine strategische Grundlage für die Kohlevergasung. Er bezeichnete die Kohlevergasung als grundlegenden Wandel in der Art und Weise, wie Indien seine Ressourcen nutzt, und betonte: „Wir haben reichlich Kohle, politische Unterstützung und Engagement. Die Kohlevergasung wird zu einer neuen treibenden Kraft für industrielles Wachstum und ein ‚selbstständiges Indien‘ (Atmanirbhar Bharat).“

Reddy sprach auch an, dass Indien stark von Importen von Methanol, Ammoniak, Düngemitteln und wichtigen Industriechemikalien abhängig sei. Die Kohlevergasung könne heimische Kohle in hochwertige Produkte umwandeln und so die Devisenabflüsse erheblich reduzieren. Er teilte mit, dass der Entwurf der Ausschreibungsunterlagen (RFP) bereits zur Einholung von Stellungnahmen der Interessengruppen veröffentlicht worden sei, als Teil eines „transparenten und konsultativen“ Vorgehens. Der Minister erwähnte außerdem den vom Kabinett genehmigten 460-Milliarden-Rupien-Plan für die Kohle- und Braunkohlevergasung und erklärte, dass dieser Plan darauf abziele, das Vertrauen der Investoren zu stärken und die industriellen Kapazitäten zu erweitern.

Staatsminister Satish Chandra Dubye erklärte, dass ein Land, das seine eigenen Brennstoffe, Düngemittel und Chemikalien produzieren könne, besser in der Lage sei, langfristige Energiesicherheit und wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit zu gewährleisten, und die Kohlevergasung sei der Schlüssel zum Aufbau eines „selbstständigen Indiens“. Er erläuterte, dass das 375-Milliarden-Rupien-Programm zur „Förderung von Projekten zur Vergasung von oberflächennaher Kohle und Braunkohle“ die Entschlossenheit der Regierung widerspiegele, Kohleressourcen effizienter, nachhaltiger und wertschöpfender zu nutzen. Dubey ist der Ansicht, dass diese Initiative Investitionen anziehen, Arbeitsplätze schaffen und Indien dabei helfen werde, bis 2047 ein entwickeltes Land zu werden, wobei sich die Kohlevergasung in einen „starken Motor für Wachstum, Innovation und Selbstständigkeit“ verwandeln könne.

Der Sekretär des Kohleministeriums, Vikram Dev Dutt, betonte, dass Kohle ein strategisches Gut Indiens sei und die Kohlevergasung die Abhängigkeit von teuren importierten Brennstoffen und industriellen Einsatzstoffen verringern könne. Er bestätigte, dass der Entwurf der Ausschreibungsunterlagen zur Einholung von Branchenfeedback veröffentlicht worden sei, und rief auf: „Die Gelegenheit ist beispiellos. Der Bedarf ist dringend. Die Unterstützung ist großzügig. Die Ausschreibungsunterlagen liegen in Ihren Händen.“

Die Roadshow stellte den Entwurf der Ausschreibungsunterlagen detailliert vor, einschließlich der Eignungsanforderungen, des Ausschreibungsverfahrens, der Anreize, der Kohlezuordnung und des Projektzeitplans. Institutionen wie Bharat Heavy Electricals Limited (BHEL) und das Central Institute of Mining and Fuel Research (CIMFR) präsentierten einheimische Vergasungstechnologien, während mehrere Bundesstaaten ihre jeweiligen Investitionsanreizpolitiken und Projektmöglichkeiten vorstellten. In einer interaktiven Frage-und-Antwort-Runde stellten die Interessengruppen Fragen zu Finanzierung, technologischer Zusammenarbeit, Kohleversorgung, Genehmigungen, Umweltverträglichkeitsprüfungen und Infrastrukturanforderungen, die die Beamten einzeln beantworteten. Investoren und Branchenteilnehmer zeigten großes Interesse.

Das Kohleministerium bekräftigte in seiner Zusammenfassung, dass die Kohlevergasung eine strategische Säule für die industrielle und energetische Zukunft Indiens sein werde. Im Rahmen der Vision eines selbstständigen und entwickelten Landes trage dieser Weg dazu bei, Importe zu reduzieren, die heimische Fertigung zu fördern, Arbeitsplätze zu schaffen und die Energiesicherheit zu stärken.

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