Lufthansa könnte WestJet-CEO als Teil der Nachfolgeregelung an Bord holen
2025-03-06 15:51
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Der deutsche Lufthansa-Konzern hat bekannt gegeben, dass Alexis von Hoensbroech in den Aufsichtsrat des Konzerns eintreten wird. Damit könnte sich der Chef der kanadischen Fluggesellschaft WestJet als möglicher Nachfolger des langjährigen Vorstandsvorsitzenden Carsten Spohr positionieren.

Die deutsche Fluggesellschaft teilte mit, der 54-jährige von Hornsbroich sei bei der Hauptversammlung am 6. Mai als Kandidat für die Nachfolge des ehemaligen CEO von Airbus SE, Tom Enders, nominiert worden, der auf eigenen Wunsch zurückgetreten sei. Lufthansa bestätigte außerdem, dass Astrid Stanger, Angela Titzlas und Erich Clementi für eine Amtszeit von drei Jahren für den Verwaltungsrat kandidieren werden.

Von Hornsbroich, zuvor CEO der Lufthansa-Tochter Austrian Airlines, gilt als starker Anwärter auf die Nachfolge von Spohr, der seit einem Jahrzehnt an der Spitze der Lufthansa steht. Während Spohrs Amtszeit erlebte Lufthansa die Covid-19-Pandemie, staatliche Rettungsaktionen und die anschließende Erholung sowie eine umfassende Umstrukturierung der Flotte und des Netzwerks.

Einen konkreten Termin für Spohrs Abgang hat Lufthansa noch nicht bekannt gegeben, doch dürfte von Hornsbroich durch die Vorstandsernennung mehr Mitspracherecht bei den Überlegungen der Airline-Gruppe über ihre künftige Führung erhalten. Zu den weiteren potenziellen Kandidaten zählen Führungskräfte der Lufthansa, doch nur wenige können mit von Hornsbroichs Erfahrung in der Leitung einer großen Fluggesellschaft mithalten.

Der Führungswechsel bei Lufthansa erfolgt zu einer Zeit, in der die europäische Luftfahrtindustrie vor wachsenden Herausforderungen steht, die von hohen Treibstoff- und Arbeitskosten über regulatorische Hürden bis hin zur zunehmenden Konkurrenz durch Billigflieger und Golf-Fluggesellschaften reichen. Darüber hinaus wird Lufthansa auch ITA Airways in ihr Airline-Portfolio integrieren, nachdem sie die Genehmigung zum Erwerb einer Beteiligung am Alitalia-Nachfolger erhalten hat.

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