Savills-Bericht: Mietpreise in sechs britischen Großstädten steigen jährlich um 4 % bis 7,5 % – Trend zu gemischt genutzten Entwicklungen
2026-06-16 17:28
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de.wedoany.com-Bericht: Einem aktuellen Bericht von Savills zufolge wandelt sich das Entwicklungsmodell in den Innenstädten der sechs größten Regionalstädte Großbritanniens von einer vor der globalen Finanzkrise vorherrschenden Ausrichtung auf private Wohneigentumsverkäufe hin zu einer stärker integrierten, gemischt genutzten Entwicklung. „Build to Rent“ (BTR) hat private Verkäufe als Haupttreiber der Wohnraumbereitstellung überholt, und neue Anlageklassen wie speziell gebaute Studentenwohnheime (Purpose-Built Student Accommodation, PBSA) und Co-Living expandieren rasant.

Die Studie mit dem Titel „UK Cities: a mixed-use perspective“ zeigt, dass die Mietpreise in den sechs Großstädten Birmingham, Bristol, Edinburgh, Glasgow, Leeds und Manchester in den letzten fünf Jahren durchschnittlich um 4 % bis 7,5 % pro Jahr gestiegen sind, was auf eine starke Nachfrage hindeutet. Das zunehmende Engagement institutioneller Kapitalgeber unterstützt groß angelegte, ortsbildprägende Stadterneuerungsprojekte. Allerdings erfordern anhaltend steigende Baukosten und zunehmender Druck auf die Erschwinglichkeit einen pragmatischen Ansatz von Entwicklern und lokalen Planungsbehörden, um die Machbarkeit von Projekten zu gewährleisten.

Der Bericht betont, dass der Büromarkt einen bedeutenden strukturellen Wandel durchläuft. In der Post-Pandemie-Ära führt das hybride Arbeitsmodell zu steigenden Leerstandsraten bei älteren, ineffizienten Gebäuden, während die Nachfrage der Mieter nach modernen, nachhaltigen Büroflächen in zentraler, verkehrsgünstiger Lage zunehmend konzentriert ist. Es wird erwartet, dass über 60 % der Büroflächenaufnahme im Jahr 2026 auf A- und Premiumqualitäten entfallen. Gleichzeitig ist die Pipeline für Büroentwicklungen außergewöhnlich dünn; derzeit sind nur in Manchester und Leeds Projekte im Bau, die nach 2026 fertiggestellt werden sollen. In den letzten fünf Jahren sind die nominalen Mietpreise für Premiumbüros im Durchschnitt um 30 % gestiegen. Setzt sich dieser Trend fort, könnte bald die Machbarkeitsschwelle für eine Neubebauung von etwa 60 Britischen Pfund pro Quadratfuß erreicht werden.

Auch der Einzelhandel wandelt sich von traditionellen Formaten hin zu gemischt genutzten Umgebungen, die auf Erlebnisse, Freizeit und Gastronomie ausgerichtet sind. Die Belebung von Erdgeschossflächen, einschließlich Geschäften, Bars, Restaurants und Cafés, wird zunehmend zu einem Schlüsselelement, das Wohn-, Büro- und Hotelangebote miteinander verbindet. Dies trägt dazu bei, Zielmieter und -bewohner anzuziehen und den Wert im gesamten Projekt zu maximieren.

Die Studie zeigt auch das Ausmaß und die Vielfalt der Bereitstellung in den wichtigsten Städten zwischen 2016 und 2025. In Manchester wurden 5,3 Millionen Quadratfuß Bürofläche, 15.650 BTR-Einheiten und 3.448 Co-Living-Betten bereitgestellt; in Birmingham 3,4 Millionen Quadratfuß Bürofläche, 6.397 BTR-Einheiten und 6.985 Studentenbetten; in Leeds 10.042 Studentenbetten; und in Edinburgh 947.000 Quadratfuß Einzelhandelsfläche.

Emily Williams, Research Director Residential bei Savills, erklärte, dass Wohnraum voraussichtlich weiterhin im Mittelpunkt der Innenstadterneuerung stehen werde, insbesondere durch mietführungsorientierte Modelle. Das Mietwachstum könnte jedoch aufgrund von Erschwinglichkeitsobergrenzen nachlassen. Hohe Baukosten, Finanzierungskosten und regulatorische Auflagen dürften das neue Angebot weiterhin einschränken und die Kluft zwischen Nachfrage und Bereitstellung vergrößern.

Jonathan Lambert, Co-Head der Mixed-Use Industry Group bei Savills, ergänzte, dass die Marktpolarisierung ein entscheidendes Thema sei. Größere, etabliertere Städte seien besser in der Lage, Entwicklungen aufrechtzuerhalten, während kleinere oder stärker eingeschränkte Märkte in einem Umfeld hoher Kosten und Risiken zu kämpfen hätten. Lokale Behörden müssten pragmatisch auf Machbarkeitsprobleme reagieren; öffentlich-private Partnerschaften und geduldiges, langfristig orientiertes institutionelles Kapital könnten der Schlüssel zur Erschließung zukünftiger Chancen sein.

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