Kasachstans Landwirtschaftsministerium kündigt Beibehaltung des Subventionsmechanismus für Agrarzinszahlungen an
2026-06-19 17:25
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de.wedoany.com-Bericht: Der kasachische Landwirtschaftsminister Aidarbek Saparow erklärte auf der Plenarsitzung des Senats, dass der bestehende Zinssubventionsmechanismus ein effizientes und ausgewogenstes Instrument zur Unterstützung des Agrarsektors sei, das es ermögliche, erschwingliche Kreditkonditionen für Landwirte aufrechtzuerhalten und gleichzeitig privates Kapital anzuziehen.

Laut dem Minister bietet dieser Mechanismus eine Alternative zu Haushaltskrediten. Zur Entlastung des Staatshaushalts habe Kasachstan die Subventionierung von Zinszahlungen für Anleihekredite gewählt, wodurch erhebliche außerbudgetäre Mittel in die Finanzierung des Sektors gelenkt würden.

Dank dieses Instruments wurden rund 700 Milliarden Tenge für die Finanzierung der Frühjahrsaussaat und der Erntearbeiten bereitgestellt, die eine Aussaatfläche von etwa 8,5 Millionen Hektar und rund 8.000 landwirtschaftliche Erzeuger abdeckten. Davon profitierten 96 % Kleinunternehmen, 3 % mittlere Unternehmen und 1 % Großunternehmen.

Die Anwendung dieses Mechanismus sei einer der Faktoren für die Rekordernten im Agrarsektor in zwei aufeinanderfolgenden Jahren. Gleichzeitig werde die Diversifizierung der Anbaustrukturen vorangetrieben: In den letzten zwei Jahren sei die Weizenanbaufläche um 1 Million Hektar auf 12,1 Millionen Hektar reduziert worden, während die Fläche für Ölsaaten um 1,1 Millionen Hektar auf 4,1 Millionen Hektar und die für Hülsenfrüchte um 300.000 Hektar auf 800.000 Hektar gestiegen sei.

Die Exporteinnahmen des Agrarkomplexes erreichten 7 Milliarden US-Dollar, was etwa 3,5 Billionen Tenge entspricht. Die Daten des Ministeriums zeigen zudem, dass jeder Billion Tenge an Vorzugskrediten eine Bruttoproduktion des Agrarkomplexes von bis zu 15 Billionen Tenge generieren könne.

Das Ministerium wies darauf hin, dass die Übertragung eines Teils der Zinszahlungsverpflichtungen auf die Kasachische Agrarkreditgesellschaft (AKK) und die Kasachische Agrarfinanzgesellschaft (KAF) zu höheren Finanzierungskosten für diese führen würde, die letztlich auf die Kreditnehmer abgewälzt würden. Dies könnte einen Anstieg der Kreditkosten für Akteure des Agrarsektors auslösen und die Verfügbarkeit von Vorzugsfinanzierungen verringern.

Der Minister betonte zudem, dass gemäß dem Staatseigentumsgesetz und der Haushaltsordnung quasi-staatliche Unternehmen, darunter die Agrarkreditgesellschaft und die Agrarfinanzgesellschaft, mindestens 70 % ihrer Gewinne in Form von Dividenden an den Staatshaushalt abführen müssten. Die Gewinne dieser Organisationen flössen daher in die Volkswirtschaft zurück und würden unter anderem für die landwirtschaftliche Entwicklung verwendet.

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