de.wedoany.com-Bericht: Knorr-Bremse hat kürzlich einen Auftrag zur Lieferung von Bremssystemen und Türsystemen für die neue Vectouro-Personenzugplattform von Siemens Mobility erhalten. Die Vereinbarung im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich umfasst die Bereitstellung moderner Bremsarchitektur und Einstiegssysteme für grenzüberschreitende Intercity-Strecken mit Geschwindigkeiten von bis zu 230 km/h.

Der Vertrag umfasst die Lieferung pneumatischer und elektronischer Bremshardware für die Vectouro-Wagen sowie die dazugehörigen Vectron-Lokomotiven. Die Systemarchitektur umfasst energieeffiziente Druckluftversorgungseinheiten, Drehgestellkomponenten und moderne Bremsaktuatoren. Zur Gewährleistung der Betriebssicherheit in den verschiedenen europäischen Schienennetzen ist die Hardware mit fortschrittlichen Gleitschutzmechanismen ausgestattet, die unter unterschiedlichen Wetter- oder Schienenbedingungen sicheres Anfahren und präzises Abbremsen ermöglichen.
Für den bequemen Fahrgastwechsel werden die Züge mit druckdichten Schwenkschiebetüren ausgestattet. Diese Einstiege sind speziell für den Hochgeschwindigkeits-Fernverkehr ausgelegt und verfügen über Einstiegshilfen, die einen effizienten und reibungslosen Fahrgastwechsel fördern. Die druckdichte Abdichtung ist eine entscheidende strukturelle Anforderung für die Aufrechterhaltung des Innenraumdrucks und der aerodynamischen Effizienz beim Betrieb auf modernisierten Halbhochgeschwindigkeits-Korridoren.
Im Hochgeschwindigkeits- und Halbhochgeschwindigkeits-Schienenverkehr sind druckdichte Schwenkschiebetüren nicht nur für die Schalldämmung von entscheidender Bedeutung, sondern schützen die Fahrgäste auch vor erheblichen Luftdruckschwankungen. Wenn ein Zug mit hoher Geschwindigkeit in einen Tunnel einfährt, erzeugt er eine Druckwelle; wenn die Türen nicht abgedichtet sind, kann dieser schnelle Druckwechsel bei den Fahrgästen erhebliche Ohrenbeschwerden verursachen. Der „Gleitschutz“ in der Bremsarchitektur wird technisch als Radschlupfschutz (WSP) bezeichnet und funktioniert ähnlich wie das ABS-System bei schweren Nutzfahrzeugen. WSP überwacht mithilfe von Drehgebern während des Bremsvorgangs die Geschwindigkeit einzelner Radsätze und reguliert dynamisch den Druck in den pneumatischen Bremszylindern, um ein Blockieren der Stahlräder und ein Gleiten auf der Schiene zu verhindern. Dadurch werden Flachstellen an den Rädern vermieden und sichergestellt, dass der Zug den Bremsweg nicht überschreitet.
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