Maserati plant manuelles Flaggschiff-Supersportwagen
2026-06-22 09:25
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de.wedoany.com-Bericht: Die italienische Luxusautomarke Maserati plant die Entwicklung eines neuen Flaggschiff-Supersportwagens mit manuellem Getriebe und dem „Nettuno“-V6-Motor. Mehrere Maserati-Führungskräfte gaben bekannt, dass dieses Kleinserienmodell an der Spitze der gesamten Modellpalette positioniert werden soll und voraussichtlich das leistungsstärkste reine Verbrennungsmodell der Marke seit dem MC12 werden könnte. Gleichzeitig wäre es der erste Supersportwagen mit manuellem Getriebe von Maserati seit dem Bora-Modell aus den 1970er-Jahren – nach jahrzehntelanger Pause.

Maserati wurde am 1. Dezember 1914 von Alfieri Maserati und seinen Brüdern im italienischen Bologna gegründet. Der Hauptsitz befindet sich heute in Modena, Italien, und das Unternehmen gehört zur Stellantis-Gruppe. Maseratis Engineering-Chef Davide Danesin erklärte, dass ein manuelles Getriebe „eine Chance“ sei, da es weiterhin Kunden gebe, die rein mechanische Fahrzeuge suchten. Cristiano Fiorio, Leiter der Maserati-Abteilung für Sonderanfertigungen „Bottega“, sagte, dass die Hälfte der Kunden dieser Abteilung ausdrücklich eine Kombination aus Verbrennungsmotor und manuellem Getriebe wünsche. Maserati-CEO Santo Ficili betonte, dass die Möglichkeiten zur kundenspezifischen Anpassung unbegrenzt seien.

Sollte das Projekt realisiert werden, wäre das Kernaggregat des Fahrzeugs der von Maserati selbst entwickelte 3,0-Liter-V6-Biturbo-Motor „Nettuno“. Dieser Motor verfügt über eine 90-Grad-V-Anordnung und ein von der Formel 1 abgeleitetes Doppelzündkerzen-Vorkammer-Brennverfahren (Turbulent Jet Ignition). Laut offiziellen Angaben leistet der Nettuno-Motor bei 7.500 U/min maximal 630 PS und liefert zwischen 3.000 und 5.500 U/min ein Spitzendrehmoment von 730 Nm. Der Nettuno-Motor kommt bereits im Supersportwagen MC20, im GranTurismo und im Grecale zum Einsatz. Maserati gab offiziell bekannt, dass künftig auch eine Mild-Hybrid-Version des Nettuno-V6 angeboten werde, jedoch keine Plug-in-Hybrid-Version entwickelt werde.

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Berichten zufolge könnte das neue Fahrzeug einige Entwicklungsressourcen mit dem ebenfalls italienischen Hersteller Alfa Romeo teilen. Alfa Romeo wurde 1910 gegründet, hat seinen Hauptsitz in Mailand und gehört ebenfalls zur Stellantis-Gruppe. Die beiden Marken haben bereits bei Modellen wie dem GranTurismo und dem 8C sowie dem MC20 und dem 33 Stradale zusammengearbeitet. Maseratis erstes Produkt, der Tipo 26, kam 1926 auf den Markt; 2026 jährt sich die Markengründung zum 100. Mal. Der Maserati MC12 wurde 2004 vorgestellt, auf 50 Exemplare weltweit limitiert und mit einem 6,0-Liter-V12-Saugmotor ausgestattet – er ist bis heute das letzte echte Flaggschiff-Supersportwagenmodell der Marke.

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Angesichts der Elektrifizierungswelle in der Automobilindustrie zeigt Maserati mit diesem Schritt eine Differenzierungsstrategie, die auf reinen Verbrennungsantrieb und puristischen Fahrspaß setzt. Die Maserati-Führungskräfte gaben jedoch keinen konkreten Zeitpunkt für die Vorstellung des neuen Fahrzeugs bekannt. Maserati kämpft derzeit mit schwachen Verkaufszahlen, doch CEO Antonio Filosa bekräftigte diese Woche erneut: „Maserati steht nicht zum Verkauf.“ Die Einführung dieses manuellen Flaggschiff-Supersportwagens könnte dazu beitragen, die sportliche Tradition der Marke wiederzubeleben und die Marktaufmerksamkeit zu steigern.

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