KNDS aus Frankreich und Deutschland stellt CAPINT-Panzer vor: 1500 PS, unbemannter Turm mit 120-mm-Kanone
2026-06-22 09:27
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de.wedoany.com-Bericht: KNDS hat auf der Eurosatory 2026 den CAPINT-Panzer vorgestellt, der das Fahrgestell des Leopard 2A8 mit einem unbemannten Turm kombiniert, einen 1500-PS-Dieselmotor und die 120-mm-ASCALON-Kanone integriert sowie Drohnen und Roboterfahrzeuge einbindet. Er ist als Übergangslösung für die europäischen Streitkräfte in den 2030er-Jahren konzipiert.

KNDS präsentiert den CAPINT-Panzer: 1500 PS, unbemannter Turm, 120-mm-Kanone, integriert mit Drohnen und Robotern.

Dieser deutsch-französische Hersteller vereint die Unternehmen, die für den Leopard 2 und den Leclerc-Panzer verantwortlich sind. Im Jahr 2025 beschäftigte der Konzern über 11.000 Mitarbeiter, erzielte einen Umsatz von 4,4 Milliarden Euro und einen Auftragsbestand von 33,1 Milliarden Euro.

Der CAPINT ist als Übergangsfahrzeug konzipiert. Da das geplante Hauptbodensystemprojekt (MGCS) in Frankreich nur langsam vorankommt, soll dieser Ansatz Fahrzeuge bereits in den 2030er-Jahren bereitstellen, anstatt bis 2040 zu warten. Das Fahrgestell des Leopard 2A8 bietet bewährte Mobilität und Schutz und nutzt die vorhandene Logistikkette. Diese Wahl reduziert Entwicklungsrisiken und behält eine Antriebsleistung bei, die mit aktuellen westlichen Kampfpanzern vergleichbar ist. Der Dieselmotor leistet 1500 PS (entspricht 1119 kW), und zukünftig können Batterien und ein elektrischer Antrieb nachgerüstet werden, um die Energiespeicherung zu erhöhen und die Infrarot- sowie Akustiksignatur im Einsatz zu verringern.

Die Innovation liegt im unbemannten Turm: Die Besatzung bleibt geschützt im Fahrzeugrumpf und steuert die Waffen fern. Da der Turm unbemannt ist, ist er kleiner, leichter und benötigt weniger Bauraum. Die vorgesehene Hauptbewaffnung ist eine 120-mm-Glattrohrkanone KNDS ASCALON mit automatischem Ladesystem, kompatibel mit NATO-Standardmunition. Zukünftig kann sie ohne vollständige Neukonstruktion an größere Kaliber angepasst werden.

Der Panzer kann mit Drohnen und Roboterfahrzeugen zusammenarbeiten und bemannt-unbemannte Verbände (MUM-T) bilden, wobei er in dieser Konfiguration als gepanzertes Führungsplattform dient. KNDS zeigte auch eine verbesserte Version des Leopard 2 A-RC 3.0 mit fernbedientem Turm, drei Besatzungsmitgliedern, der Möglichkeit, Kanonen der Kaliber 120, 130 oder 140 mm zu tragen, sowie Sekundärbewaffnung zur Abwehr von Drohnenschwärmen.

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