de.wedoany.com-Bericht: ANA – Aeroportos de Portugal hat erklärt, die Investitions- und Vernetzungsprojekte der nationalen Flughäfen weiterhin voranzutreiben und dabei mit der portugiesischen Regierung Schritt zu halten.

Als die Nachrichtenagentur Lusa nach den Aussagen von Premierminister Luís Montenegro zur Einrichtung eines „portugiesischen Staatsfonds“ fragte, kommentierten offizielle ANA-Quellen diese Äußerungen nicht direkt, sondern versicherten am Mittwoch (24. Juni) lediglich schriftlich, dass das Unternehmen weiterhin an der Entwicklung mehrerer Investitionsprojekte und der Vernetzung der nationalen Flughäfen arbeite – im Einklang mit der portugiesischen Regierung.
Der Flughafenkonzessionär betonte, dass das Entwicklungsprojekt für den neuen Flughafen Lissabon streng nach dem mit der Regierung vereinbarten Zeitplan verlaufe. ANA erklärte, ihre Mission sei es, als Referenzbetreiber die Wirtschaft zu unterstützen und Menschen einander näherzubringen.
In seiner Abschlussrede auf dem Parteitag der Sozialdemokratischen Partei (PSD) wies Montenegro darauf hin, dass der Staatsfonds ein Instrument des Staates für Eigenständigkeit und Intervention in strategischen Sektoren sein solle, mit dem Ziel, „Beteiligungen“ zu halten – als Sparinstrument für künftige Generationen und als Werkzeug zur Wahrung der nationalen Souveränität, in Bereichen wie Energie, Bankwesen, Kommunikation und sogar der Verwaltung von Flughafeninfrastruktur. In seiner Rede kritisierte er auch die Opposition als „stillstehend“ und versprach „ein größeres Portugal“.
Laut einem vorläufigen Bericht, der im Dezember der Regierung vorgelegt und im Januar veröffentlicht wurde, schätzt ANA die Kosten für den Bau des neuen Flughafens Luís de Camões auf dem Campo de Tiro de Alcochete auf 8,5 Milliarden Euro, die zu 7 Milliarden Euro durch die Ausgabe von Anleihen finanziert werden sollen. Darüber hinaus schlägt ANA vor, die Flughafengebühren am Flughafen Lissabon zwischen 2026 und 2030 schrittweise zu erhöhen und die bestehende Konzession um 30 Jahre bis 2092 zu verlängern, um die Kapitalrendite und die wirtschaftliche Nachhaltigkeit der Konzession ohne öffentliche Finanzhilfen zu gewährleisten. Der aktuelle Flughafenkonzessionsvertrag wurde 2012 für eine Laufzeit von 50 Jahren unterzeichnet. ANA rechnet mit der Eröffnung des neuen Flughafens Mitte 2037; falls eine Einigung mit der Regierung über eine Optimierung des Zeitplans erzielt wird, könnte die Eröffnung auf Ende 2036 vorgezogen werden.
ANA muss bis zum 17. Juli einen technischen Bericht für den neuen Flughafen Lissabon vorlegen, der detaillierte Baupläne, einen Bauzeitplan, eine Subunternehmerstruktur und eine Kostenschätzung enthält.
ANA – Aeroportos de Portugal verwaltet die Flughäfen Lissabon, Porto, Faro, Madeira, Porto Santo, Ponta Delgada, Santa Maria, Horta und Flores sowie das zivile Terminal von Beja. Der Konzessionär wurde 2013 privatisiert und in die VINCI Airports-Gruppe eingegliedert.
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