de.wedoany.com-Bericht: Das dänische Biokraftstoff-Start-up Kvasir Technologies hat in einer Serie-A-Finanzierungsrunde 10 Millionen Euro erhalten, um die Kommerzialisierung seines klimaneutralen Schiffskraftstoffs zu beschleunigen. In dieser Runde wurde European Energy als neuer Investor und strategischer Partner aufgenommen, während die bestehenden Investoren EIFO, Mærsk Growth und Footprint Fund ebenfalls beteiligt sind. Gleichzeitig haben European Energy und Kvasir ein Joint Venture namens KVEEN Biofuels gegründet, das auf Basis des patentierten Verfahrens von Kvasir eine kommerzielle Produktionsanlage errichten soll.
Kvasir Technologies ist ein Spin-off der Technischen Universität Dänemark (Technical University of Denmark). Die Kernkompetenz liegt in der Umwandlung von nicht essbaren, ligninbasierten land- und forstwirtschaftlichen Reststoffen in raffinierte Biokraftstoffe. Der entscheidende Vorteil besteht darin, dass der Kraftstoff direkt verwendet werden kann, ohne dass Änderungen an bestehenden Schiffsmotoren oder der Infrastruktur für die Kraftstoffbunkerung erforderlich sind. Für die Schifffahrt, eine kapitalintensive Branche mit langfristigen Vermögenswerten, ist diese Eigenschaft von großer Bedeutung.
Joachim Bachmann Nielsen, CEO von Kvasir Technologies, erklärte, dass diese Finanzierung einen entscheidenden Moment in der Entwicklung des Unternehmens markiere. Das Unternehmen ist der Ansicht, dass die Investition ihm helfen werde, die nächsten wichtigen Schritte zur Entwicklung und Skalierung seiner Technologie zu unternehmen, und gleichzeitig eine starke Unterstützung für Lösungen zeige, die echte Klimaauswirkungen in der Schifffahrtsindustrie erzielen können.
Knud Erik Andersen, CEO von European Energy, betonte die geschäftlichen Chancen. Er sagte, der entscheidende Faktor sei es, vor Baubeginn attraktive Preispunkte für Kunden zu erreichen und langfristige Abnahmeverträge sicherzustellen.
Die neuen Mittel werden für den Ausbau der Testanlage von Kvasir in Fredericia verwendet, die derzeit eine Tageskapazität von bis zu 2 Tonnen Biokraftstoff hat. Die Mittel werden auch die Entwicklung der ersten kommerziellen Anlage in Aabenraa in Südjütland vorantreiben.
Sara Sande, Partnerin bei EIFO, wies darauf hin, dass das Vertrauen der Investoren sowohl den Reifegrad der Technologie als auch deren potenzielle Auswirkungen widerspiegele. Sie ist der Ansicht, dass Kvasir eine skalierbare Lösung darstelle, die in einem der Bereiche mit den größten Herausforderungen bei der Dekarbonisierung ein enormes Potenzial zur Reduzierung von CO₂-Emissionen biete.









