Rhätische Bahn und Kanton Graubünden investieren 498 Millionen Euro für die Trennung von Schiene und Straße bis 2037
2026-07-02 14:47
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de.wedoany.com-Bericht: Die Rhätische Bahn (RhB) wird gemeinsam mit dem Bundesamt für Straßen (ASTRA) und dem Kanton Graubünden das Umbauprojekt im Korridor Fideris–Kublis umsetzen, um die Eisenbahn von der N28 zu trennen. Das Projekt befindet sich im schweizerischen Prättigau, wo die Bahn und die Straße derzeit auf engem Talgrund parallel verlaufen, was enge Kurven, niedrige Geschwindigkeiten und eine Anfälligkeit für Überschwemmungen und Murgänge mit sich bringt.

Der Hauptinhalt des Projekts umfasst nicht nur den Bau des Fideris-Tunnels, sondern auch die Verlegung der RhB-Strecke aus dem Talgrund, damit die N28 begradigt und vom lokalen Verkehr getrennt werden kann. Auf der Schienenseite wird die neue Strecke den 1.377 Meter langen eingleisigen Fideris-Tunnel, neue Brückenbauwerke und eine Zuführung zum bestehenden Doppelspurabschnitt vor Kublis umfassen. Derzeit gilt für RhB-Züge auf diesem Abschnitt eine Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h; nach Fertigstellung der neuen Infrastruktur können die Züge bis zu 120 km/h erreichen, wodurch sich die Reisezeit um mehr als zwei Minuten verkürzt.

Auf der Straßenseite werden eine separate N28-Nationalstraßentrasse und eine Lokalstraße gebaut. Die N28 ist auf der gesamten Strecke für 80 km/h ausgelegt, und der lokale Verkehr wird nicht mehr mit dem Durchgangsverkehr vermischt. Darüber hinaus bietet die Lokalstraße eine alternative Route während Unterhaltsarbeiten oder bei Unfällen auf der Nationalstraße.

Das Projekt umfasst insgesamt sieben neu zu bauende oder umzubauende Eisenbahn- und Straßenbrücken, darunter die künftige Oli-Brücke am Ostportal des Fideris-Tunnels. Eine geschützte Brücke wird renoviert. Alle neuen Bauwerke werden hochwassersicher ausgelegt.

Aufgrund der Bauarbeiten wird der Bahnhof Fideris im Jahr 2030 geschlossen; das geschützte Bahnhofsgebäude wird versetzt und erhalten.

Das Gesamtbudget des Projekts beträgt 498 Millionen Euro (rund 467,5 Millionen Schweizer Franken), davon entfallen 318 Millionen Euro (298,5 Millionen Schweizer Franken) auf die Schieneninfrastruktur und 180 Millionen Euro (169 Millionen Schweizer Franken) auf die Straßeninfrastruktur. Die Vorarbeiten sollen 2028 beginnen, der Haupttunnelausbruch ist von 2029 bis 2032 vorgesehen, der Eisenbahntunnel wird 2034 in Betrieb genommen, und die Fertigstellung der N28 sowie der Lokalstraße ist für 2037 geplant.

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