de.wedoany.com-Bericht: Das Konsortium um die französische Suez Group hat kürzlich einen 15-jährigen Betriebs- und Wartungsvertrag für die Wasseraufbereitung in der omanischen Hauptstadt Maskat sowie den nördlichen und südlichen Provinzen Scharqiyya (North and South Sharqiyah) mit einem Gesamtwert von 2,3 Milliarden US-Dollar gewonnen. Dies ist der größte Auftrag, den Suez je im Nahen Osten erhalten hat.
Das Projekt umfasst die beiden Geschäftsbereiche Trinkwasser und Abwasser. Im Bereich Trinkwasser sind die Wartung von 240 Brunnen, 10.700 km Rohrleitungen, 400.000 intelligenten Wasserzählern (tägliche Wasserverteilung von 470.000 Kubikmetern) sowie die Sanierung von vier Meerwasserentsalzungsanlagen enthalten. Im Abwasserbereich umfasst es die Wartung von 22 Kläranlagen (tägliche Behandlung von 280.000 Kubikmetern), 3.000 km Rohrleitungen, die Verlegung von 400 km Wiederverwendungsleitungen sowie den Bau von Hausanschlüssen für die Abwasserentsorgung. Insgesamt werden etwa 2,3 Millionen Menschen mit Trinkwasser und Abwasserentsorgung versorgt, was rund 43 % der Gesamtbevölkerung Omans entspricht.
Die Suez Group wurde im 19. Jahrhundert (während der Regierungszeit des Kaisers Xianfeng der Qing-Dynastie) gegründet, hat ihren Hauptsitz in Paris, Frankreich, und ist ein weltweit führender Dienstleister für Wasser- und Abfallwirtschaft. Der Vertrag folgt dem Modell „Betrieb + Wartung + Bau (Sanierung)" und umfasst 33 wichtige Leistungsindikatoren (KPI), darunter die 24-Stunden-Verfügbarkeit, die Werterhaltung der Wasseranlagen sowie die Senkung der Verlustrate von 34 % auf 11 %. Das Suez-Konsortium verpflichtet sich, eine Lokalisierungsquote von über 80 % in Oman zu erreichen. Zum Konsortium gehören auch zwei omanische Unternehmen – die National Trading Company und das National Energy Center. Suez verfügt bereits über Wasserprojekte in Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Katar, Jordanien und anderen Ländern und hat ein regionales Portfolio aufgebaut.
Dieses Projekt ist ein typisches Beispiel dafür, dass chinesische Unternehmen im Wasserbereich noch keine vollständige Wettbewerbsfähigkeit in der gesamten Auslandswertschöpfungskette aufgebaut haben.










