de.wedoany.com-Bericht: Die kanadische Regierung hat Pläne für den Bau einer Ölpipeline zur Pazifikküste angekündigt, die eine tägliche Kapazität von einer Million Barrel erreichen und vor allem den asiatischen Markt beliefern soll.
Kanadas Premierminister Mark Carney erklärte, die Pipeline werde mehr als 1.000 Kilometer lang sein und sich vom rohstoffreichen Alberta bis zur Westküste von British Columbia erstrecken. Der Baubeginn ist für September 2027 vorgesehen.
Das Projekt wird eine Erweiterung des bestehenden Transportkorridors der Trans Mountain Corporation darstellen und an einen Tiefwasserhafen anschließen, der sehr große Rohöltanker (VLCC) aufnehmen kann. Die staatliche Trans Mountain Corporation und die Pembina Pipeline werden gemeinsam am Bau beteiligt sein.
Carney hofft, Kanada damit zu einer „Energie-Supermacht“ zu machen und die Abhängigkeit vom US-Markt zu verringern. Derzeit exportiert Kanada nahezu seine gesamte Ölproduktion – rund vier Millionen Barrel täglich – in die USA. Die jüngsten Handelsstreitigkeiten mit den USA und die von Donald Trump ausgesprochenen Zolldrohungen haben diesen Entscheidungsprozess beschleunigt.
Für Russland bedeutet die neue kanadische Pipeline einen starken Konkurrenten in Asien. Das von Kanada gelieferte schwere, schwefelhaltige Rohöl ist relativ günstig und eignet sich hervorragend für die modernen Raffinerien Chinas. Im Vergleich dazu sind Rohöle gleicher Qualität aus dem Irak und anderen Nahoststaaten weiterhin teurer, was die kanadische Versorgung für Peking attraktiv macht.










