Ruanda unterzeichnet Fahrplan für kleine modulare Reaktoren mit Rosatom
2026-07-04 10:07
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de.wedoany.com-Bericht: Die russische Staatsatomgesellschaft Rosatom und die Republik Ruanda haben nach der ersten Sitzung des Gemeinsamen Koordinierungsausschusses (JCC) für die Zusammenarbeit im Bereich der Atomenergie in Moskau einen Fahrplan für die Entwicklung von Projekten für kleine modulare Reaktoren (SMR) unterzeichnet. Die Sitzung wurde gemeinsam von Kirill Komarow, Erster stellvertretender Generaldirektor von Rosatom für Entwicklung und internationale Geschäfte, und Lassina Zerbo, Energieberater des ruandischen Präsidenten und Vorsitzender der Ruandischen Atomenergiebehörde (RAEB), geleitet.

Die Sitzung befasste sich mit den Fortschritten der Zusammenarbeit in Schlüsselbereichen, darunter der Bau von Kernkraftwerken, die nichtenergetische Nutzung der Kerntechnologie (wie die Einrichtung eines Zentrums für Nuklearwissenschaft und -technologie (CNST)), die Personalentwicklung und die Bildung der nationalen nuklearen Infrastruktur. Die regulatorische Unterstützung des Programms wurde ebenfalls gesondert erörtert. Kirill Komarow erklärte, dass beide Seiten von Rahmenabkommen zu konkreten gemeinsamen Arbeiten übergehen, darunter die Ausbildung nationaler Fachkräfte, der Aufbau der nuklearen Infrastruktur und die Umsetzung von SMR-Projekten. Er betonte, dass Ruanda sein Nuklearprogramm kontinuierlich und verantwortungsvoll aufbaue und Rosatom bereit sei, in diesem Prozess ein verlässlicher Partner des Landes zu sein.

Lassina Zerbo wies darauf hin, dass der an diesem Tag genehmigte Fahrplan auf der bilateralen Zusammenarbeit zur friedlichen Nutzung der Kernenergie basiere, die 2018 begann. Das vorrangige Ziel sei es, die Kernenergie bis Anfang der 2030er Jahre in den nationalen Energiemix zu integrieren, um den wachsenden Energiebedarf Ruandas zu decken. Die Umsetzung des Nuklearprogramms sei in erster Linie eine Investition in Humankapital, Wissenschaft und die langfristige Entwicklung des Landes. Die Einrichtung des JCC ermögliche es beiden Seiten, in allen Bereichen des Programms substanziell und regelmäßig zusammenzuarbeiten. Ruanda lege großen Wert auf die Partnerschaft mit Russland und dessen Beitrag zur Ausbildung ruandischer Fachkräfte und zum Aufbau der nationalen nuklearen Infrastruktur.

Diese Entwicklungen sind das Ergebnis einer langjährigen nuklearen Zusammenarbeit mit Russland. Im Juni 2018 unterzeichneten beide Seiten in Moskau eine Absichtserklärung, die grundlegende Leitlinien für die Zusammenarbeit bei der friedlichen Nutzung der Atomenergie festlegte. Im Dezember desselben Jahres wurde in Moskau ein rechtsverbindliches zwischenstaatliches Abkommen (IGA) unterzeichnet, das einen formellen Rahmen für den Bau eines Nuklearwissenschaftszentrums und eines Kraftwerks in voller Größe schuf. Im Mai 2019 unterzeichneten Rosatom und die ruandische Botschaft in Moskau einen Umsetzungsfahrplan, der die ersten Schritte zur Personalschulung und die konkrete Standortplanung für das Wissenschaftszentrum vorsah.

Später im Jahr 2019 wurde auf dem Russland-Afrika-Gipfel in Sotschi ein endgültiges Bauabkommen unterzeichnet, das beide Seiten klar zum Bau des Zentrums für Nuklearwissenschaft und -technologie (CNST) in Ruanda verpflichtet, das einen 10-Megawatt-Forschungsreaktor umfasst. Das Abkommen wurde 2020 vom ruandischen Abgeordnetenhaus ratifiziert und in Kraft gesetzt. Im Juli 2023 wurde ein erweitertes Abkommen über die Zusammenarbeit im Bereich der Atomenergie unterzeichnet, um die friedliche Nutzung der Atomtechnologie tiefer zu integrieren.

Im Mai wurde mit Rosatom das endgültige Abkommen über ein kommerzielles Kernkraftwerk geschlossen, das den Bau der ersten kommerziellen nuklearen Infrastruktur Ruandas formalisiert. Das Dokument sieht konkrete Maßnahmen bis Ende 2026 vor, darunter den Start des Bauprojekts für das Zentrum für Nuklearwissenschaft und -technologie (CNST) sowie den Einsatz der Technologie kleiner modularer Reaktoren (SMR), die für den Betrieb in den Jahren 2030-32 geplant sind. Die Ausbildung ruandischer Fachkräfte in Russland wird als separate Schlüsselaufgabe aufgeführt. Ruandische Studenten studieren bereits in verschiedenen Nuklearprogrammen in Russland.

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