Britisches Privatkonsortium plant 14 kleine modulare Kernreaktoren mit einer Gesamtleistung von 4,2 Gigawatt
2026-07-04 10:07
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de.wedoany.com-Bericht: Ein privates Konsortium hat der britischen Regierung einen Plan vorgelegt, an drei Standorten 14 kleine modulare Kernreaktoren (SMR) zu errichten, die eine zusätzliche Kernkraftkapazität von 4,2 Gigawatt (GW) bereitstellen und fast 8 Millionen Haushalte mit Strom versorgen könnten.

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Der Vorschlag, der vom europäischen Entwickler kleiner modularer Reaktoren SGE angeführt wird, wurde im Rahmen des britischen Advanced Nuclear Framework (ANF) eingereicht. Bei Genehmigung würde das Projekt etwa 11 % des britischen Strombedarfs decken und eine Betriebsdauer von mindestens 60 Jahren erreichen.

Die Umsetzung basiert auf dem BWRX-300-Reaktordesign von GE Vernova Hitachi, mit Partnern wie Samsung C&T, Laing O'Rourke, Aecon Group, Google Cloud, Fermi Development, Etara und einem erfahrenen Kernkraftbetreiber. SGE hat die SGE SMR UK Limited gegründet, die speziell für die Förderung des Projekts in Großbritannien zuständig ist.

Das Konsortium plant eine Flottenstrategie anstelle des Baus einzelner Reaktoren. Am ersten Standort sollen sechs BWRX-300-Einheiten installiert werden, gefolgt von zwei weiteren Mehr-Einheiten-Standorten. Die Entwickler sind der Ansicht, dass standardisierte Bauweise die Bauzeit verkürzen sowie Kosten und Baurisiken senken kann.

Der BWRX-300-Reaktor wird bereits im Darlington New Nuclear Project in Kanada gebaut und soll voraussichtlich der erste in Betrieb genommene kleine modulare Reaktor in einem OECD-Land sein. In Großbritannien hat der Reaktor im Dezember 2025 die zweite Phase der Generic Design Assessment abgeschlossen und damit einen weiteren regulatorischen Meilenstein erreicht.

SGE gibt an, dass das Projekt privat finanziert und im Rahmen des britischen Contracts for Difference (CfD)-Modells entwickelt wird, unterstützt durch den National Wealth Fund. Nach Angaben des Unternehmens entstehen den Verbrauchern keine Kosten, bevor die Reaktoren mit der Stromerzeugung beginnen.

SGE-Gründer Michał Sołowow erklärte, das Team konzentriere sich darauf, effiziente, sichere, wirtschaftliche und saubere Kernenergie in Flottengröße bereitzustellen. Er ist der Ansicht, dass Großbritannien über eine der erfahrensten Kernkraftbelegschaften der Welt verfügt und die britische Regierung mit dem Advanced Nuclear Framework einen klaren Marktweg geschaffen hat. Er fügte hinzu, dass das Projekt stark auf die britische Lieferkette setzen werde.

SGE-CEO Rafał Kasprów bezeichnete den Antrag als wichtigen Meilenstein für die Ambitionen des Unternehmens in Großbritannien und Europa und wies darauf hin, dass Standardisierung, Wiederholbarkeit, Modularisierung und Flottenstrategie die effektivsten Wege zur erfolgreichen Umsetzung neuer Kernkraftprojekte seien. Jason Cooper, CEO von GE Vernova Hitachi Nuclear Energy, sieht in dem Projekt einen Ausdruck der wachsenden Dynamik neuer Kernkraftprojekte in ganz Europa, und der fortlaufende Bau des BWRX-300 in Kanada sei ein Beleg für den technologischen Fortschritt.

Das Projekt zielt auch darauf ab, die britische Kernkraftlieferkette zu stärken, indem langfristige Möglichkeiten für Hersteller, Ingenieurbüros und Bauunternehmen geschaffen werden, die an der Reaktorinstallation und der unterstützenden Infrastruktur beteiligt sind.

Das Konsortium erwartet, dass der Vorschlag im November 2026 in die britische Advanced Nuclear Pipeline aufgenommen wird. Die Standortauswahl und Verhandlungen über staatliche Unterstützung sollen in der ersten Jahreshälfte 2027 abgeschlossen sein, gefolgt von Genehmigungsverfahren, Standortvorbereitung und bedeutenden Investitionsaktivitäten. Die Partner streben den kommerziellen Betrieb des ersten Reaktors im Jahr 2034 an.

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