EnviTec nimmt Kombiwerk in Estland in Betrieb – 199 GWh Biomethan pro Jahr
2026-07-10 10:31
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de.wedoany.com-Bericht: Die EnviTec Anlagenbau GmbH & Co. KG hat das von Halinga OÜ in Estland errichtete Kombiwerk aus Biogas- und Biomethananlage offiziell in Betrieb genommen. Die Anlage befindet sich in Lääneranna, Nord-Pärnumaa, und wurde am 16. Juni in Betrieb genommen. EnviTec ist für die Produktion und Aufbereitung des Rohbiogases verantwortlich, während Halinga OÜ die Tiefbauarbeiten, das Baugewerbe, die Standortvorbereitung und das Schnittstellenmanagement übernimmt. Das gesamte Projekt wurde innerhalb eines Jahres fertiggestellt.

Die Anlage nutzt die membranbasierte Gasaufbereitungstechnologie von EnviTec und kann pro Stunde rund 600 Normkubikmeter Biomethan produzieren. EnviTec gibt an, dass die EnviThan-Anlage in Estland jährlich etwa 199 GWh heimisches Biomethan für den Verkehrssektor des Landes liefern kann, was in etwa dem jährlichen Kraftstoffverbrauch von 6000 bis 7000 Lkw entspricht.

Als Rohstoffe dienen Gülle aus dem Halinga-Milchviehbetrieb sowie andere organische Reststoffe. Das nach der anaeroben Vergärung anfallende Substrat wird in zwei Lagunen gelagert und anschließend als hochwertiger Dünger auf landwirtschaftlichen Flächen ausgebracht. Halinga OÜ besitzt über 3000 Tiere und bewirtschaftet 3700 Hektar Land.

Das in diesem Projekt erzeugte Biomethan wird über eine vor Ort installierte Erdgastankstelle als klimafreundlicher Kraftstoff lokal genutzt. Zu den Hauptabnehmern zählen Betreiber des öffentlichen Nahverkehrs in Städten wie Tartu, Rakvere und Pärnu. Das Projekt wird aus dem Aufbau- und Resilienzfonds NextGenerationEU der Europäischen Union gefördert. Der Eigentümer von Halinga, Infortar AS, und seine Partner haben rund 30 Millionen Euro in die Biomethananlage in der Region investiert. EnviTec betont, dass die Nachfrage nach Biomethan weiter steige, insbesondere in der Getränke- und Chemieindustrie sowie bei der Herstellung synthetischer Kraftstoffe, wobei die Anwendungen von CO₂-Verflüssigung und flüssigem CO₂ besonders gefragt seien.

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