de.wedoany.com-Bericht: Microsoft hat angekündigt, das von AMD entwickelte KI-Rack-System Helios in großem Umfang in seinen Rechenzentren zu deployen, um die KI-Rechenleistung der Azure-Cloud-Plattform zu steigern. Diese Zusammenarbeit stellt einen bedeutenden Fortschritt für AMD im GPU-Markt für Rechenzentren dar. Azure-Kunden können mit den neuesten AMD-GPUs anspruchsvolle KI-Modell-Workloads ausführen, die sowohl Training als auch Inferenz umfassen.

AMD Helios ist ein Rack-System, das speziell für den Wettbewerb mit Nvidia Vera Rubin NVL72 entwickelt wurde. Das System integriert 72 GPUs der neuesten Generation Instinct MI455X und verfügt über eine gesamte HBM4-Speicherkapazität von 31,1 TB. Seine Rechenleistung erreicht 1,4 ExaFLOPS bei FP8-Genauigkeit und 2,9 ExaFLOPS bei FP4-Genauigkeit und ist für moderne KI-Modelle optimiert.

Helios erreicht eine interne Erweiterungsbandbreite von 260 TB/s, vergleichbar mit dem Nvidia Vera Rubin NVL72-System. Bei der externen Erweiterung bietet Helios über UALink over Ethernet eine Bandbreite von 43 TB/s, doppelt so viel wie Vera Rubin. Allerdings muss die tatsächliche Leistung von UALink over Ethernet noch in der Praxis bestätigt werden. Weder Microsoft noch AMD haben konkrete Angaben zum Umfang der Deployment-Investitionen oder zu den Leistungsaufnahmewerten gemacht. Zuvor hatte AMD bereits Partnerschaften mit OpenAI und Meta im potenziellen Wert von mehreren hundert Milliarden US-Dollar geschlossen.
Neben Helios hat Microsoft zwei neue VM-Serien auf Basis der AMD Epyc Venice-Prozessoren der sechsten Generation vorgestellt: Die HDv2-Serie ist für KI-Agent-Workloads und Datenpipelines ausgelegt, während die HXv2-Serie auf Halbleiterdesign-Workflows abzielt. Microsoft plant zudem, die AMD Pensando DPU in den Azure Boost-Dienst zu integrieren, um Netzwerk- und Speicherverarbeitung zu beschleunigen. Diese Reihe von Kooperationen zeigt, dass Azure-Kunden nun über vielfältigere KI-Rechenoptionen verfügen und nicht mehr ausschließlich auf Nvidia-GPUs angewiesen sind. Mit dem Aufkommen von Open-Source-Modellen wie Kimi K3 wächst der Bedarf an KI-Rechenleistung kontinuierlich. Unternehmen können je nach ihren Anforderungen an Leistung, Kosten und Verfügbarkeit die passende Infrastruktur wählen.
AMD plant, Helios noch vor Jahresende auf den Markt zu bringen, zeitgleich mit der Veröffentlichung von Nvidia Vera Rubin NVL72. Der Wettbewerb zwischen den beiden Halbleiterriesen auf dem GPU-Markt für Rechenzentren wird voraussichtlich immer intensiver.










