de.wedoany.com-Bericht: Der schwedische Konzern für Krane, Kletterbühnen und Höhenzugangstechnik Alimak hat seinen Halbjahresfinanzbericht vorgelegt. Demnach verzeichneten Umsatz und Auftragseingang im Berichtszeitraum leichte Rückgänge, während das zweite Quartal positive Anzeichen zeigte und der Vorsteuergewinn deutlich stieg.
In den sechs Monaten bis Ende Juni belief sich der Gesamtumsatz des Konzerns auf 3,41 Milliarden Schwedische Kronen (308,7 Millionen Euro), ein Rückgang von 3,1 % im Vergleich zum Vorjahr. Der Auftragseingang sank um 5,3 % auf 3,53 Milliarden Schwedische Kronen (319,6 Millionen Euro). Aufgrund rückläufiger Verkaufszahlen und gestiegener Betriebskosten fiel der Vorsteuergewinn um 15 % auf 437 Millionen Schwedische Kronen (39,6 Millionen Euro), teilweise ausgeglichen durch niedrigere Finanzierungskosten. Die Nettoverschuldung verringerte sich um knapp 3 % auf 2,55 Milliarden Schwedische Kronen (213,7 Millionen Euro).
Nach Segmenten betrachtet: Der Umsatz des Baubereichs betrug 679 Millionen Schwedische Kronen (61,5 Millionen Euro), ein Rückgang von 17,2 % im Vergleich zum Vorjahr. Der Auftragseingang sank um 7,2 % auf 758 Millionen Schwedische Kronen (68,6 Millionen Euro), während der Betriebsgewinn um 49,9 % auf 67 Millionen Schwedische Kronen (6,1 Millionen Euro) stieg. Der Bereich Fassadenzugang erzielte einen Umsatz von 917 Millionen Schwedische Kronen (83 Millionen Euro), ein Rückgang von 6,6 %, der Auftragseingang sank um 8,9 % auf 863 Millionen Schwedische Kronen (78,1 Millionen Euro), der Betriebsgewinn stieg um 12,8 % auf 115 Millionen Schwedische Kronen (10,4 Millionen Euro). Der Industriebereich verzeichnete einen Umsatz von 789 Millionen Schwedische Kronen (71,4 Millionen Euro), ein Plus von 4,7 %, der Auftragseingang sank um 7,6 % auf 844 Millionen Schwedische Kronen (76,4 Millionen Euro), der Betriebsgewinn fiel um 2,7 % auf 189 Millionen Schwedische Kronen (17,1 Millionen Euro). Der Windkraftbereich erzielte einen Umsatz von 399 Millionen Schwedische Kronen (36,1 Millionen Euro), ein Plus von 20,6 %, der Auftragseingang stieg um 14,3 % auf 429 Millionen Schwedische Kronen (38,8 Millionen Euro), der Betriebsgewinn stieg um 30,2 % auf 86 Millionen Schwedische Kronen (7,8 Millionen Euro). Der Bereich Höhensicherheitslösungen erzielte einen Umsatz von 655 Millionen Schwedische Kronen (59,3 Millionen Euro), ein Rückgang von 2,3 %, der Auftragseingang sank um 5,4 % auf 660 Millionen Schwedische Kronen (59,8 Millionen Euro), der Betriebsgewinn fiel um 3,5 % auf 121 Millionen Schwedische Kronen (10,9 Millionen Euro).
Im zweiten Quartal lag der Konzernumsatz mit 1,76 Milliarden Schwedischen Kronen (159,4 Millionen Euro) leicht unter dem Vorjahreswert, ein Rückgang von 1,6 %. Der Auftragseingang stieg um 1,2 % auf 1,74 Milliarden Schwedische Kronen (157,5 Millionen Euro). Der Vorsteuergewinn sank um 4,9 % auf 235 Millionen Schwedische Kronen (21,3 Millionen Euro).
CEO Ole Kristian Jødahl erklärte, dass die meisten Geschäftsbereiche des Konzerns im zweiten Quartal eine stabile Leistung und solide Umsetzung gezeigt hätten. Vier der fünf Bereiche hätten sich gut entwickelt, der Cashflow habe sich deutlich verbessert und die Rentabilität sei im Vergleich zu den beiden vorangegangenen Quartalen gestiegen. Gleichzeitig sei der Baubereich weiterhin von ungünstigen Marktbedingungen betroffen gewesen, die Quartalsergebnisse seien enttäuschend. Er wies auch darauf hin, dass der Krieg im Nahen Osten zu Unsicherheiten und Verzögerungen in einigen Geschäftsbereichen geführt habe, insbesondere im Bereich Fassadenzugang, jedoch seien keine Auftragsstornierungen erfolgt. Im Juli unterzeichnete der Konzern eine Vereinbarung zur Übernahme von Pro-Bel, einem nordamerikanischen Anbieter von hochprofitablen Hängezugangs- und Absturzsicherungslösungen. Dies stärke das Fassadenzugangsgeschäft, erweitere das Produktsortiment und erhöhe die Präsenz im Bereich niedriger und mittlerer Gebäude. Die Übernahme von Fuji Lifts in Australien stärke die Produktlinie für Aufzüge mit Seilantrieb.
Vertikal kommentierte, dass die Zahlen von Alimak nicht schlecht seien. Das Unternehmen verdünne die zyklischeren Elemente seines Geschäfts durch größere Übernahmen, die zwar weiterhin mit Höhenzugangstechnik zu tun hätten, aber weniger von Schwankungen im Baugewerbe betroffen seien. Gleichzeitig habe das Unternehmen die After-Sales-Aktivitäten in allen Bereichen verstärkt, um die Abhängigkeit vom Verkauf neuer baugebundener Geräte zu verringern, und durch kleine ergänzende Übernahmen neue Geschäftsfelder gefestigt. Das Unternehmen reduziere zudem seine Nettoverschuldung und habe die Integration der übernommenen Unternehmen gut im Griff. Obwohl die aktuellen Zahlen etwas verhalten seien, bleibe der zugrunde liegende Trend positiv.










