Bosch-Brennstoffzellensystem in Madrids Bussen: Über 1.000 km Reichweite für emissionsfreien Nahverkehr in Europa
2026-07-29 13:58
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de.wedoany.com-Bericht: Der Druck auf die europäischen Stadtverkehrsbetriebe zur Emissionsreduzierung nimmt stetig zu. Die EU hat verbindliche Vorschriften erlassen, die eine Reduzierung der CO₂-Emissionen von Stadtbussen bis 2030 um 90 % im Vergleich zu 2019 fordern. Verkehrsbetriebe in ganz Europa suchen daher nach stabilen und zuverlässigen emissionsfreien Mobilitätslösungen. Vor diesem Hintergrund startet Madrid offiziell ein Pilotprojekt für Brennstoffzellenbusse: Irizar-Busse, die mit dem Bosch-Brennstoffzellen-Antriebsmodul (FCPM) ausgestattet sind, sind seit mehreren Wochen in der spanischen Hauptstadt im Fahrgastbetrieb unterwegs.

„Für Busse mit langen täglichen Fahrstrecken und fehlenden Lademöglichkeiten unterwegs ist die Brennstoffzelle die optimale Lösung. Dieses Madrider Pilotprojekt beweist eindrucksvoll, dass die Bosch-Brennstoffzellentechnologie vollständig für den großflächigen kommerziellen Personentransport bereit ist.“

„Für Busse mit langen täglichen Fahrstrecken und fehlenden Lademöglichkeiten unterwegs ist die Brennstoffzelle die optimale Lösung. Dieses Madrider Pilotprojekt beweist eindrucksvoll, dass die Bosch-Brennstoffzellentechnologie vollständig für den großflächigen kommerziellen Personentransport bereit ist.“

Die Pilotfahrzeuge haben zuvor mehrere strenge Testreihen durchlaufen und alle erforderlichen Zulassungen erhalten. Sie werden nun im regulären Betrieb unter realen Bedingungen eingesetzt, um die Stabilität und Gesamtleistung des Brennstoffzellen-Antriebsstrangs weiter zu validieren. Das Fahrzeug ist mit dem Bosch FCPM C190 Brennstoffzellensystem ausgestattet. Dieses kompakte Produkt verwendet eine horizontale Doppelstack-Struktur und erreicht eine Dauerleistung von 190 kW. In Kombination mit den bordeigenen Wasserstofftanks beträgt die Gesamtreichweite des Fahrzeugs über 1.000 Kilometer, und das Betanken mit Wasserstoff dauert nur 10 bis 15 Minuten. Damit ist es auch für den Überlandverkehr geeignet.

Neben dem C190-Modell bietet Bosch auch das FCPM C300 Brennstoffzellensystem für große Reisebusse und schwere Lkw an. Die Produktpalette umfasst zudem das FCPM C100, ein flaches System mit einer Dauerleistung von 100 kW, das speziell für Stadtbusse entwickelt wurde.

EU-Vorschriften treiben technologische Innovationen in der Busindustrie voran

Angetrieben durch mehrere EU-Richtlinien stellen die Verkehrsbetriebe schrittweise von Diesel auf neue Energielösungen um. Neben den Vorschriften zur Luftreinhaltung in Städten zwingen auch die CO₂-Neutralitätsgesetze die Branche zur Einführung grüner Antriebssysteme. Die Politik legt fest: Ab 2030 müssen die CO₂-Emissionen neu zugelassener Stadtbusse um 90 % im Vergleich zu 2019 sinken; alle anderen Busse müssen dieses Ziel bis 2040 erreichen. Die EU stuft Fahrzeuge mit Brennstoffzellen-Antriebsmodulen als emissionsfreie Fahrzeuge ein, was einen zentralen Weg zur Erreichung der Emissionsziele darstellt. Daten des Europäischen Automobilherstellerverbands (ACEA) zeigen, dass im Jahr 2025 in der EU insgesamt rund 38.000 neue Busse zugelassen wurden.

Bosch baut gesamte Wertschöpfungskette für Wasserstofftechnologie auf

Bosch baut sein Ökosystem für die Wasserstoffindustrie umfassend aus und deckt die gesamte technologische Entwicklungskette von der Wasserstoffproduktion über die Betankungsinfrastruktur bis hin zu den Endanwendungen ab. Im Jahr 2025 führte Bosch offiziell den Hybrion PEM-Elektrolyseur-Stack (Protonenaustauschmembran) für die grüne Wasserstoffproduktion ein; gleichzeitig wird die Wasserstoff-Verbrennungsmotor-Technologie mit speziellen Komponenten für Saugrohreinspritzung und Direkteinspritzung weiterentwickelt. Ende 2025 wurde das mobile Brennstoffzellen-Entwicklungsteam von Bosch für seine technologischen Errungenschaften mit dem Deutschen Zukunftspreis des Bundespräsidenten ausgezeichnet – einer der höchsten nationalen Wissenschafts- und Innovationspreise Deutschlands.

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