de.wedoany.com-Bericht: Der usbekische Verkehrsminister erklärte, dass der Bau der Eisenbahnstrecke China-Kirgisistan-Usbekistan reibungslos voranschreite. Der aktuelle Baufortschritt habe bereits etwa 17 % erreicht, acht wichtige Brückenbauwerke befänden sich im Bau, und auf der Baustelle seien über 10.000 Arbeiter sowie mehr als 7.000 spezialisierte Bausätze im Einsatz. Die ursprünglich auf etwa sechs Jahre veranschlagte Bauzeit des Projekts könne nun voraussichtlich mindestens ein Jahr früher abgeschlossen und für den Verkehr freigegeben werden. Bei einem Treffen mit dem kirgisischen Präsidenten bezeichnete der usbekische Präsident das Projekt als „Jahrhundertprojekt, das die geopolitische Lage der Region verändern wird". Nach seiner Fertigstellung werde es die Eisenbahnverbindungskapazität zwischen Zentralasien und China weiter stärken.

Als Schlüsselprojekt der Konnektivität zwischen China und Zentralasien hat die Eisenbahnstrecke China-Kirgisistan-Usbekistan eine Gesamtlänge von etwa 542 Kilometern, davon etwa 167 Kilometer auf chinesischem Territorium, etwa 305 Kilometer in Kirgisistan und etwa 70 Kilometer in Usbekistan. Die Strecke beginnt in Kaschgar in der chinesischen Region Xinjiang, führt über den Grenzübergang Torugart ins Ausland und wird bis zum Abschnitt Markmal in Kirgisistan in Normalspur ausgeführt; der Abschnitt von Markmal über Dschalalabat bis Andischan wird in Breitspur gebaut, um an das bestehende zentralasiatische Eisenbahnnetz anzuknüpfen und einen reibungslosen Übergang zwischen den beiden Spurweiten zu ermöglichen.

Am 27. Dezember 2024 fand die Projektstartzeremonie in Dschalalabat in Kirgisistan statt; am 29. April 2025 wurde mit dem Bau der drei wichtigsten Tunnel – Fergana-Gebirge, Naryn-1 und Koschtebe – begonnen; bis Juli 2025 wurde der Hauptbau des gesamten Streckenabschnitts in Kirgisistan offiziell aufgenommen, womit das Projekt in die umfassende Bauphase eintrat; Ende Juli 2026 betonte der usbekische Verkehrsminister, dass das Projekt reibungslos voranschreite und die Fertigstellung voraussichtlich früher erfolgen werde.
Die von den drei Ländern vereinbarten Investitions- und Finanzierungsvereinbarungen bieten eine entscheidende finanzielle Grundlage und einen Kooperationsrahmen für diesen Fortschritt. Wie bekannt wurde, wird das Projekt von einem gemeinsamen Joint Venture der drei Länder umgesetzt, wobei die chinesische Seite 51 % der Anteile hält und Kirgisistan und Usbekistan jeweils 24,5 %; von den Gesamtinvestitionen von etwa 4,7 Milliarden US-Dollar werden etwa 2,3 Milliarden US-Dollar von der chinesischen Seite als Darlehen mit einer Laufzeit von 35 Jahren bereitgestellt, der Rest wird von den Aktionären entsprechend ihrer Anteile in Form von Eigenkapital eingebracht. Die stabile Finanzierungsgrundlage schafft die Voraussetzungen für eine beschleunigte Umsetzung des Projekts.

Parallel zum beschleunigten Infrastrukturbau werden auch die begleitenden Reformen des weichen Umfelds vorangetrieben. Usbekistan, Kirgisistan und China arbeiten gemeinsam daran, die Grenzabfertigungszeiten zu verkürzen, Transport- und Logistikhemmnisse zu beseitigen, die Zollpapiere zu digitalisieren und planen, künftig auf einen lizenzfreien Frachtverkehrsmodus umzustellen. Diese Maßnahmen haben bereits erste Erfolge gezeigt: Das Frachtaufkommen zwischen China und Usbekistan über den Transit durch Kirgisistan ist um das Siebenfache gestiegen, was eine frühzeitige Grundlage für die Betriebsanbindung nach Fertigstellung der Eisenbahn schafft.
Nach seiner Fertigstellung wird die Eisenbahnstrecke China-Kirgisistan-Usbekistan eine ergänzende Option zu den bestehenden Transitrouten über Russland und Kasachstan für den regionalen Transportkorridor bieten, China über Zentralasien weiter mit der Türkei, dem Iran und anderen Ländern verbinden und gleichzeitig die Position Usbekistans als regionaler Transitknotenpunkt stärken, wodurch dem Land ein neuer Transport- und Logistikkorridor für die Anbindung an China eröffnet wird.









