Hafen Lyttelton in Neuseeland startet Ausschreibung für 821 Millionen NZD teures Erweiterungsprojekt
de.wedoany.com-Bericht: Am 1. September startete die Lyttelton Port Company (LPC) in Neuseeland die Vorbereitungsarbeiten für das Erweiterungs- und Resilienzprojekt Te Awaparahi Bay und veröffentlichte eine Absichtserklärung (EOI) für den Bau eines neuen Tiefwasserkais auf dem Markt. Das Gesamtinvestitionsvolumen des Projekts beträgt 821 Millionen NZD. Geplant sind ein 388 Meter langer Tiefwasserkais, ein 5 Hektar großes Containerterminal mit vier Containerbrücken und halbautomatischen Stapelkranen. Die Fertigstellung ist für 2031 vorgesehen.

Nach Abschluss des Projekts können Containerschiffe mit einer Kapazität von bis zu etwa 15.000 TEU anlegen, und die jährliche Liegeplatzumschlagskapazität des Hafens wird auf etwa 850.000 TEU erhöht. Der neue Kai wird auf dem Land errichtet, das durch das laufende Landgewinnungsprojekt Te Awaparahi Bay entsteht. Da die aktuelle Landgewinnung noch im Gange ist, sind für das Erweiterungsprojekt keine zusätzlichen Landgewinnungsflächen erforderlich.
Die LPC hat bereits Gespräche mit spezialisierten Bauunternehmen, Kran- und anderen Ausrüstungslieferanten aufgenommen. Die Planung des Kais ist nahezu abgeschlossen. Die Baggerarbeiten für die Liegeplatzgewässer sollen Ende 2026 beginnen, und die Hauptarbeiten im Wasser sind für Mitte 2027 geplant. Die Planung des Kühllager-Container-Turms wird parallel vorangetrieben, und das Hochspannungsnetz im Hafengebiet wird aufgerüstet, um künftig elektrische Umschlaggeräte mit Strom zu versorgen.
Der Hafen richtet außerdem ein Projektbüro mit 24 Arbeitsplätzen im Woolstore der Te Ana Marina ein, das dem Projektteam und den Projektbeteiligten als Arbeitsort dient. Das technische Team arbeitet derzeit an der Planung des lokalen Rechenzentrums, der Erweiterung des hafen eigenen 5G-Netzes sowie der Integration der neuen Umschlaggeräte in das bestehende Terminalbetriebssystem. Die Hafenabteilung für Schifffahrt evaluiert gleichzeitig mit Lieferanten die Beschaffung eines dritten Schleppers.
Die Projektfinanzierung wird gemeinsam von der LPC und ihrer Aktionärin Christchurch City Holdings Limited getragen. CCHL plant, etwa 300 Millionen NZD als Eigenkapital einzubringen, die restlichen Mittel werden von der LPC über Fremdfinanzierung aufgebracht.
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