Am 8. Juli erhielt das französische Maschinenbauunternehmen Fives Nordon von Électricité de France (EDF) den Auftrag zur Herstellung von 300 Kesselanlagen für sechs neue Kernreaktoren in Frankreich. Die Vereinbarung stellt einen wichtigen Fortschritt beim Ausbau der französischen Kernenergiekapazität dar.
Die Produktion dieser Teile beginnt 2027, die Lieferungen werden voraussichtlich bis 2038 andauern. Dem Auftrag ging eine 18-monatige technische Studie voraus. Fives Nordon hat die finanziellen Details der Vereinbarung jedoch noch nicht bekannt gegeben.
Frankreich setzt sich für den Ausbau seiner Kernenergieinfrastruktur ein. Präsident Emmanuel Macron betonte die Verlängerung der Laufzeit bestehender Kernkraftwerke und den Bau von mindestens sechs neuen Reaktoren, um in den kommenden Jahren eine installierte Leistung von 10 GW zu erreichen. Anfang 2025 versprach die französische Regierung der Electricité de France (EDF) ein subventioniertes Darlehen, um mindestens die Hälfte der Baukosten dieser Reaktoren zu decken (rund 52 Milliarden Euro, basierend auf Prognosen für 2022). Der aktualisierte Haushalt wird voraussichtlich bis Ende 2025 veröffentlicht, vorbehaltlich der gesetzgeberischen Genehmigung gemäß dem französischen mehrjährigen Energieplanungsgesetz.
Die Regierung plant, die erforderlichen Verordnungen bis zum Herbst 2025 fertigzustellen, obwohl es schwierig ist, die Zustimmung eines gespaltenen Parlaments zu erhalten, das sich verpflichtet hat, den Staatshaushalt um 40 Milliarden Euro (46,9 Milliarden Dollar) zu kürzen.
Im Juni 2025 entdeckte die französische Atomaufsichtsbehörde ASNR potenzielle Spannungsrisskorrosionsprobleme im Reaktor Sivo 2 und forderte weitere Inspektionen an. Zuvor hatte es bereits 2022 ähnliche Probleme gegeben: Spannungsrisskorrosion führte zu einem starken Rückgang der Kernenergieproduktion. Die Stromerzeugung erreichte einen 34-Jahres-Tiefstand, und die Strompreise stiegen entsprechend.
Der Vertrag mit Fives Norton unterstützt Frankreichs umfassende Strategie zum Ausbau seiner Kernenergiekapazitäten und trägt so zur Energiesicherheit und zu nachhaltigen Entwicklungszielen bei. Das Projekt unterstreicht die kontinuierliche Zusammenarbeit zwischen EDF und spezialisierten Ingenieurunternehmen, um die technischen Anforderungen des Reaktorneubaus zu erfüllen.








