Australien und Kanada haben am 5. März ihre erste bilaterale Partnerschaft für saubere Energie unterzeichnet und damit einen Kooperationsrahmen geschaffen, der fünf Schlüsselbereiche umfasst, darunter die Modernisierung von Stromnetzen, die Festlegung von Wasserstoffstandards und die Beteiligung indigener Völker am Übergang zu sauberer Energie.
Das australische Ministerium für Klimawandel, Energie, Umwelt und Wasser und das kanadische Ministerium für natürliche Ressourcen unterzeichneten diese Partnerschaft mit dem Ziel, die Zusammenarbeit bei der Dekarbonisierung zu stärken und die wirtschaftlichen Chancen des Übergangs zu sauberer Energie zu maximieren. Der Minister für Klimawandel und Energie, Chris Bowen, und die kanadische Hochkommissarin in Australien, Dr. Julie Sandi, unterzeichneten das Abkommen offiziell während des Besuchs des kanadischen Premierministers Mark Carney in Australien, dem ersten bilateralen Besuch eines kanadischen Premierministers in Australien seit fast zwanzig Jahren.
Die Partnerschaft für saubere Energie etabliert fünf Kooperationssäulen: Handel, Investitionen, Standards und Lieferketten bilden die erste Säule, die die Förderung von Handel und Investitionen in der sauberen Energiewirtschaft umfasst, einschließlich der Entwicklung internationaler Wasserstoffstandards. Die Modernisierung und Widerstandsfähigkeit von Stromnetzen bildet die zweite Säule mit Schwerpunkt auf Schulungen für Notfallmaßnahmen und die Integration erneuerbarer Energien. Die dritte Säule konzentriert sich auf die Dekarbonisierung von Energie und Industrie, wobei kohlenstoffarme Brennstoffe und Technologien zur Entfernung von Kohlendioxid vorangetrieben werden. Die Beteiligung indigener Völker als vierte Säule unterstützt beide Länder dabei, indigene Gemeinschaften in Projekte für saubere Energie einzubeziehen. Die Anpassung an den Klimawandel vervollständigt als fünfte Säule die Entwicklung von Strategien zur Bewältigung extremer Wetterrisiken.
Der Umsetzungsrahmen sieht regelmäßige Ministertreffen und Unternehmensinteraktionen vor, hochrangige Beamte werden sich innerhalb von sechs bis acht Monaten treffen, um Prioritätsbereiche festzulegen. Die Partnerschaft fungiert als rechtlich nicht bindender Rahmen, wobei Meinungsverschiedenheiten auf diplomatischem Wege gelöst werden. Darüber hinaus begrüßt Kanada den Beitritt Australiens zur Allianz der kritischen Mineralstoffproduzenten, da beide Länder über bedeutende Reserven an kritischen Mineralien verfügen, die Batterie- und Elektrofahrzeugtechnologien unterstützen. Die Partnerschaft für saubere Energie umfasst auch eine Zusammenarbeit im Bereich der KI-Sicherheit durch eine Absichtserklärung, die es relevanten Instituten ermöglicht, zusammenzuarbeiten.









