Der österreichische Stahlhersteller Voestalpine hat in seinem Pilotprojekt für grünen Wasserstoff in Linz zwei neue Kompressoren installiert, einen entscheidenden Schritt im Rahmen der Erweiterung seiner Stahlproduktionsanlage. Das Projekt namens H2Future verfügt über einen 6-Megawatt-Protonenaustauschmembran-Elektrolyseur (PEM), und der erzeugte Wasserstoff wird über die neue Kompressoreinheit für die Speicherung und spätere Anwendungen aufbereitet. Ziel ist es, konventionelle fossile Brennstoffe im Direktreduktionsverfahren (DRI) zu ersetzen.
Das Wasserstoffkompressionssystem des spanischen Technologieunternehmens Hiperbaric kann das Gas auf 500 Bar komprimieren und verfügt über Reinigungsanlagen sowie fünf Wasserstoffspeichertanks mit einer Gesamtspeicherkapazität von einer Tonne. Das System ist Teil der von Voestalpine und dem österreichischen Energieunternehmen Verbund vorangetriebenen Erweiterungspläne für die Anlage in Linz. Die Partner investieren gemeinsam 16,4 Millionen Euro (ca. 19 Millionen US-Dollar), um das Ziel einer klimaneutralen Stahlproduktion bis 2050 zu beschleunigen.
Voestalpine hatte im Juli 2024 wasserstoffbasierten Stahl in Produkten eines Lagerherstellers eingesetzt und im darauffolgenden Jahr die erste mit diesem Material gebaute Eisenbahnstrecke verlegt. Obwohl grüner Wasserstoff einen wichtigen Weg zur Dekarbonisierung des DRI-Verfahrens bietet, steht seine großflächige Anwendung weiterhin vor Herausforderungen wie hohen Kosten, begrenzter Verfügbarkeit sowie potenziellen Hürden in Bezug auf Infrastruktur, Skalierung und Prozessintegration.









