Der schwimmende Offshore-Windkraftprototyp TetraSpar Demonstrator ApS in der Nähe des norwegischen Marine Energy Test Centre (METCentre) soll nach fünfjährigem Betrieb im Sommer dieses Jahres außer Dienst gestellt werden. Die Tests validierten die Schlüsseltechnologie-Designprinzipien für den kommerziellen Großmaßstab-Einsatz.

Seit 2021 war der 3,6-Megawatt-Prototyp in der norwegischen Region Karmøy im Einsatz, ausgestattet mit einer Siemens-Turbine von 130 Metern Höhe, und erzeugte insgesamt fast 70 Millionen Kilowattstunden Strom. Die Anlage erreichte einen Kapazitätsfaktor von 51,4 % und eine Verfügbarkeit von 98 %, was unter den rauen Bedingungen der Nordsee eine gute Zuverlässigkeit demonstrierte.
Das Projekt, das sich im gemeinsamen Besitz von Stiesdal Offshore, RWE und TEPCO Renewable Power befindet, wird vom Auftragnehmer Global Maritime stillgelegt, wobei die Struktur zur detaillierten Untersuchung zurückgewonnen wird. Dieser Prozess wird Langzeitdaten über Materialermüdung, Korrosionsbeständigkeit und hydrodynamische Leistung nach fast fünf Jahren Unterwasserbetrieb liefern, was für die Entwicklung der Floating-Wind-Technologie von Referenzwert ist.
Die METCentre-Betreiber koordinierten die kontinuierliche Überwachung und erfassten über 40.000 Stunden Betriebsdaten. Diese Informationen sollen für Zertifizierungsstandards und die Lieferkettenvorbereitung genutzt werden. Die Aktivität stärkt die Rolle Norwegens als Testplattform für schwimmende Windkraft und trägt dazu bei, Innovationen in den Markt zu bringen, während Europa die Entwicklung von Tiefseeprojekten beschleunigt.
Die umfassende Strukturanalyse nach der Außerdienststellung wird voraussichtlich die Skalierungsrisiken weiter reduzieren und durch die Optimierung des Plattformdesigns helfen, die Kapitalausgaben zu senken. Da die weltweite Floating-Wind-Kapazität bis 2030 voraussichtlich 5 Gigawatt erreichen wird, liefern Stilllegungsprojekte wie TetraSpar empirische Beweise, um die Finanzierung zu unterstützen und Investitionen für nachfolgende Einsätze anzuziehen.









